BIG BANG

DIE SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS AUS DEM NICHTS
DER TRIUMPH DES BIG BANG
WER HAT DAS UNIVERSUM AUS DEM NICHTS ERSCHAFFEN?
DIE HINWEISE IM QURAN

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)

DER TRIUMPH DES BIG BANG

George Gamov führte George Lemaitres Berechnungen einige Schritte weiter und eröffnete 1948 eine neue Idee bezüglich des Big Bang. Falls das Universum in einer plötzlichen ungeheuren Explosion zustande gekommen war, dann müsste noch eine bestimmte Menge an Ausstrahlung von dieser Explosion übrig geblieben und vorhanden sein. Diese Ausstrahlung müsste nachweisbar sein, und darüber hinaus sollte sie sich gleichförmig über das gesamte Universum erstrecken.

Innerhalb von zwei Jahrzehnten fand Gamovs Vorstellung eine wahrnehmbare Bestätigung. Im Jahr 1965 stießen zwei Forscher namens Arno Penzias und Robert Wilson auf eine Ausstrahlungsform, die bislang nicht wahrgenommen worden war. Sie wurde "Cosmic Background Radiation" [kosmische Hintergrundstrahlung] genannt, und sie war völlig unterschiedlich von allem, was von irgendwoher aus dem Universum kam, denn sie war außergewöhnlich gleichförmig. Sie konnte weder räumlich festgelegt werden, noch hatte sie eine definitive Quelle; stattdessen war sie überall gleichmäßig verteilt. Es wurde bald erkannt, dass diese Aus-strahlung das Echo des Big Bang war, das seit dem ersten Impuls der großen Explosion weiterhallt. Gamov war den Tatsachen sehr nahe gekommen, denn die Frequenz der Ausstrahlung hatte fast genau die Werte, die die Wissenschaftler vorausgesagt hatten. Penzias und Wilson erhielten einen Nobelpreis für ihre Entdeckung.

Die Aussage Sir Arthur Eddingtons, dass ihn 'die Idee eines plötzlichen Anfangs der gegenwärtigen Ordnung der Natur philosophisch abstoße', war ein Eingeständnis des Unbehagens, das der Urknall den Materialisten bereitete. Die von Penzias entdeckte, kosmische Hintergrundstrahlung wird von der wissenschaftlichen Welt als ein unwiderlegbarer Beweis des Big Bang angesehen..

George Smoot und sein NASA-Team entsandten 1989 einen Satelliten namens "COBE" (Cosmic Background Emission Explorer - Erforscher der kosmischen Hintergrundstrahlung) ins All; es dauerte nur acht Minuten bis die sensitiven Instrumente an Bord des Satelliten die von Penzias und Wilson berichteten Strahlungswerte feststellten und bestätigten. Diese Ergebnisse demonstrierten eindeutig das Vorhandensein der heißen, verdichteten Energieform, die von der Explosion übriggeblieben ist, aus der das Universum hervorgegangen war. Die meisten Wissenschaftler bestätigten, dass COBE erfolgreich die Überbleibsel des Big Bang erfasst hatte.

Es tauchte noch weiteres Beweismaterial für den Urknall auf. Eines dieser Beweisstücke hatte mit den relativen Mengen von Wasserstoff und Helium im Universum zu tun. Beobachtung deuten darauf hin, dass die Mischung dieser beiden Elemente im Universum im Einklang damit ist, was, aufgrund von theoretischen Berechnungen, nach dem Big Bang übriggeblieben sein sollen hätte. Das trieb einen weiteren Pfahl ins Herz der Steady-State-Theorie; denn wenn das Universum von Ewigkeit her bestanden und keinen Beginn gehabt hätte, wäre all sein Wasserstoff in Helium verbrannt worden.

Unterstützt durch solch starken Beweis, erlangte der Big Bang nahezu vollständige Anerkennung in der Welt der Wissenschaft. In ihrer Oktoberausgabe 1994 bemerkte die Zeitschrift Scientific American in einem Beitrag, dass das Big Bang Modell das einzige war, welches die stetige Ausdehnung des Universums und andere Beobachtungsergebnisse erklären könne.

Nachdem Dennis Sciama jahrelang zusammen mit Fred Hoyle die Steady-State-Theorie verfochten hatte, beschrieb er die endgültige Position, zu der sie gelangt waren, nachdem all der Beweis für die Urknall-Theorie ans Licht gekommen war, folgendermaßen:

Zu jener Zeit war eine, zu gewissem Grade feindselige Debatte im Gang, zwischen einigen der Verfechter der Steady-State-Theorie und Beobachtern, die sie auf die Probe stellten, und die - so glaube ich - hofften, sie zu widerlegen. Ich spielte eine sehr kleine Rolle zu jener Zeit, denn ich unterstützte die Theorie des gleich bleibenden Zustands, nicht in dem Sinn, dass ich glaubte sie müsse unbedingt richtig sein, sondern dass ich sie so anziehend fand, dass ich wünschte, sie sei zutreffend. Als gegensätzlicher wahrnehmbarer Beweis zutage trat, nahm Fred Hoyle eine leitende Rolle ein in dem Versuch diesen Hinweisen zu entgegnen, und ich spielte eine kleine Rolle am Rand, indem auch ich Vorschläge machte, was auf die widersprüchlichen Hinweise erwidert werden könnte. Jedoch als sich mehr und mehr Beweis anhäufte, wurde es in zunehmender Weise offenbar, dass das Spiel zu Ende war, und dass man die Steady-State-Theorie aufgeben musste.1

ANMERKUNGEN
1. Stephen Hawking, A Brief History of Time: A Reader's Companion, 1993, S. 63

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