DER BLAUE PLANET

DER BLAUE PLANET
DIE TEMPERATUR DER ERDE
DIE MASSE DER ERDE UND DAS MAGNETFELD DES PLANETEN
DIE PASSENDE ATMOSPHÄRE
ATMPSPHÄRE ATMUNG
DIE GLEICHGEWICHTZUSTÄNDE, DIE DAS LEBEN ERMÖGLICHEN

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)

DIE PASSENDE ATMOSPHÄRE

Wie wir gesehen haben sind die physikalischen Eigenschaften der Erde - Masse, Struktur, Temperatur usw. - "genau richtig für das Leben". Solche Eigenschaften alleine genügen jedoch nicht um die Existenz des Lebens auf der Erde zu gewährleisten. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor ist die Zusammensetzung der Atmosphäre.

Wir erwähnten zuvor, wie Leute manches mal durch Zukunftsfilme zu falschen Vorstellungen verleitet werden. Ein Beispiel dafür ist, wie einfach Raumfahrer und -forscher auf Planeten stoßen, die eine zum Atmen geeignete Atmosphäre besitzen: Sie scheinen überall im Weltraum herumzuliegen. Wenn wir den wirklichen Kosmos erforschen könnten, würden wir entdecken, dass das in keiner Weise zutreffend ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein anderer Planet eine Atmosphäre hat, die wir atmen könnten, ist äußerst gering. Der Grund dafür ist, dass die Erdatmosphäre speziell dazu gedacht ist, in mannigfacher Weise verschiedene entscheidende Voraussetzungen des Lebens zu erfüllen. Die Atmosphäre der Erde setzt sich aus 77 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 1 % Kohlendioxid zusammen. Wir wollen mit dem wichtigsten Gas beginnen: Sauerstoff ist von absolut zwingender Bedeutung für das Leben, weil er an den meisten chemischen Reaktionen beteiligt ist, in denen Energie freigesetzt wird, die für alle komplizierten Lebensformen erforderlich ist. Kohlenstoffverbindungen reagieren mit Sauerstoff. Als Ergebnis dieser Reaktionen werden Wasser, Kohlendioxid, und Energie erzeugt.


Eine Ansicht der Atmosphäre, wie sie sich den NASA Astronauten darbot.

Kleine "Energiebündel", die ATP (Adenosintriphosphat) genannt, und in lebende Zellen benützt werden, werden durch diese Reaktionen erzeugt. Aus diesem Grund sind wir in stetigem Bedarf von Sauerstoff um leben zu können, und um diesen Bedarf zu befriedigen, atmen wir.

Die interessante Sache dabei ist, dass der Prozentsatz des Sauerstoffs in der Luft, die wir atmen, sehr genau festgelegt ist. Michael Denton schreibt zu diesem Punkt:

Könnte unsere Atmosphäre mehr Sauerstoff enthalten und dennoch das Leben fördern? Nein! Sauerstoff ist ein sehr reaktionsfreudiges Element. Selbst der gegenwärtige Sauerstoffgehalt der Atmosphäre liegt, bei den gegebenen wechselnden Temperaturen, mit 21 % nahe an der oberen Sicherheitsgrenze für das Leben. Die Möglichkeit der Entfachung eines Waldbrandes erhöht sich um so volle 70 % bei einer nur 1-prozentigen Zunahme der Sauerstoffkonzentration in Atmosphäre.1

Der britische Biochemiker James Lovelock erklärte:

Bei über 25 % (Sauerstoffanteil der Atmosphäre) könnte sehr wenig unserer gegenwärtige Landvegetation in den rasenden Wildbränden überleben, die die tropischen Regenwälder sowie die arktische Tundra zerstören würden... Die gegenwärtige Sauerstoffkonzentration ist an einem Punkt, wo Risiko und Nutzen sich gerade schön die Waage halten.2


Eine nur 5%-ige Erhöhung des Sauerstoffgehalts in der Atmosphäre des Planeten hätte Wildfeuer zur Folge, die einen Großteil der Vegetation der Erde verzehren würden.
Dass der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre genau auf diesem Niveau bleibt, ist das Ergebnis eines wunderbaren "Recycling" -Systems: Tiere verbrauchen ständig Sauerstoff und erzeugen Kohlendioxid, welches für sie nicht zum atmen geeignet ist. Pflanze tun genau das Gegenteil: Sie nehmen Kohlendioxid auf, welches sie zum Leben brauchen, und setzen an seiner Stelle Sauerstoff frei. Dank dieses Systems, geht das Leben weiter. Die Pflanzen setzen jeden Tag Millionen Tonnen von Sauerstoff in die Atmosphäre frei.

Ohne das Zusammenspiel und Gleichgewicht dieser beiden verschiedenen Gruppen von Lebewesen wäre unser Planet unbewohnbar. Wenn z.B. alle lebenden Dinge nur Kohlendioxid einatmen, und Sauerstoff freisetzen würden, würde die Erdatmosphäre Brände viel stärker fördern als sie das tut, und selbst ein winziger Funke könnte enorme Feuerbrände verursachen. Ähnlich, wenn beide Sauerstoff einatmen und Kohlendioxid ausatmen würden, würde das Leben letzten Endes aussterben, sobald der Sauerstoff aufgebraucht worden wäre.

Tatsächlich befindet sich die Atmosphäre in einem Gleichgewichts-zustand, in dem, wie Lovelock sagt, Risiko und Nutzen wunderbar ausbalanciert sind.

Eine weitere, genau abgestimmte Eigenschaft unserer Atmosphäre ist ihre Dichte, die unserem Atmungssystem ideal angepasst ist.

ANMERKUNGEN
1 Michael Denton, Nature's Destiny, S. 121
2 James J. Lovelock, Gaia, Oxford: Oxford University Press, 1987, S. 71

© 2003. HARUN YAHYA
Alle Materialien dieser Webseite können frei kopiert, gedruckt, veröffentlicht und verteilt werden,
unter der Bedingung, dass die Quelle “Harun Yahya” angegeben wird.
 info@erschaffungdesuniversums.com