DAS DESIGN IM ELEMENT

Das Design im Element
Die kovalente Bindung
Die schwachen chemischen Bindungen
Das Design im Sauerstoff
Das Design im Feuer (oder 'Warum wir nicht geradewegs in Flammen aufgehen')
Die ideale Löslichkeit des Sauerstoffs
Die anderen Elemente

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)


Es besteht ein Geist und ein Zweck hinter dem Kosmos. Hinweise auf jene göttliche Gegenwart erscheinen darin, wie abstrakte Mathematik die Geheimnisse des Universums durchdringen kann, was darauf hindeutet, dass ein verständiger Geist die Welt erschaffen hat. Die Natur ist fein darauf abgestimmt, Leben und Bewusstsein hervorzubringen.
John Polkinghorne, Englischer Physiker 1

Bis hierher haben wir untersucht, wie alle physikalischen Gleichgewichtszustände des Universums, in dem wir leben, speziell darauf abgestimmt sind unser Leben zu ermöglichen. Wir haben gesehen, dass die allgemeine Struktur des Universums, der Standort der Erde im Weltall und ihre physikalischen Eigenschaften sowie Faktoren wie Luft, Licht und Wasser genau so gestaltet sind um genau die Voraussetzungen zu schaffen, die für unsere Existenz erforderlich sind. Zusätzlich dazu jedoch wollen wir uns nun auch noch die Elemente näher betrachten, aus denen unser Körper gebildet ist. Diese chemischen Stoffe, die Grundbausteine, aus denen unsere Hände, Augen, Haare und alle Organe, sowie alle anderen Lebewesen - Tiere und Pflanzen - die uns Nahrung verschaffen, zusammengesetzt sind, wurden speziell entworfen, um den Zweck zu erfüllen, dem sie dienen.

Der Physiker Robert E. D. Clark bezieht sich auf das spezielle und hervorragende Design in den Bausteinen des Lebens, wenn er sagt: '...als ob der Schöpfer uns einen Satz von vorgefertigten Teilen für die anstehende Aufgabe in die Hand gegeben hätte.' 2

Der wichtigste dieser Grundbausteine ist der Kohlenstoff.

Das Design im Kohlenstoff

In vorhergehenden Kapiteln wurde der außergewöhnliche Prozess beschrieben, wobei der Kohlenstoff, das sechste Element der periodischen Tafel, im Herzen der Roten Riesen erzeugt wird. Wir haben auch erwähnt, dass die Entdeckung dieses wundersamen Prozesses, als er diese machte, Fred Hoyle veranlasste zu erklären, dass '...die Gesetze der Atomphysik ausdrücklich und bewusst in Hinsicht auf die Konsequenzen, abgestimmt wurden, die sie innerhalb der Sterne erzeugen.' 3

Wenn man den Kohlenstoff näher untersucht, kann man erkennen, dass nicht nur die Entstehung dieses Elements, sondern auch seine chemischen Eigenschaften willkürlich in solcher Weise gestaltet wurden, um genau das zu sein, was sie sind.


Eine der Formen, in der reiner Kohlenstoff in der Natur vorkommt, ist Graphit. Dieses Element ist jedoch in der Lage, eine außerordentliche Vielfalt verschiedener Stoffe in Verbindung mit Atomen anderer Elemente zu bilden. Die Substanz, aus der die körperliche Struktur fast aller Lebewesen gebildet ist, besteht aus solchen Verbindungen des Kohlenstoffes mit einigen anderen Elementen.

Reiner Kohlenstoff kommt in der Natur in zwei Formen vor, nämlich als Graphit oder Diamant. Kohlenstoff geht jedoch auch Verbindungen mit vielen anderen Elementen ein, was eine große Anzahl von Stoffen verschiedener Art zur Folge hat. Insbesondere der unglaublich vielfältige Bereich von organischen 'Lebenserzeugnissen'. Von der Zellmembran zur Baumrinde, von der Augenlinse zum Hirschgeweih, vom Eiweiß zum Schlangengift, alle bestehen aus, auf Kohlenstoff basierenden, organischen Verbindungen. Kohlenstoff, in Verbindung mit Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, in vielen verschiedenen Proportionen und geometrischen Atomanordnungen erzeugt eine enorme Vielfalt an Materialien mit den unterschiedlichsten Eigenschaften.

Manche Kohlenstoffverbindungen bestehen nur aus einigen Atomen, wohingegen andere Tausende oder sogar Millionen beinhalten. Überdies ist kein anderes Element in der Bildung von Molekülen von solcher Beständigkeit und Stabilität so anpassungsfähig wie der Kohlenstoff, wie im David Burnies in seinem Buch mit dem Titel Life [ Das Leben] schrieb:

Der Kohlenstoff ist ein sehr ungewöhnliches Element. Ohne den Kohlenstoff und seinen ungewöhnlichen Eigenschaften wäre es sehr unwahrscheinlich, dass es Leben auf der Erde gäbe.4

Der englische Chemiker Nevil Sidgwick schreibt in seinem Buch Chemical Elements and their Compounds [Chemische Elemente und deren Verbindungen] folgendes über den Kohlenstoff:

Der Kohlenstoff ist einzigartig unter den Elementen hinsichtlich der Anzahl und Vielfalt der Verbindungen, die er eingehen kann. Bisher wurden über eine Viertelmillion davon isoliert und definiert, doch das widerspiegelt nur ein sehr unvollkommenes Bild seines Potentials, da der Kohlenstoff die Grundlage aller Formen lebender Materie bildet. 5

Aufgrund sowohl physikalischer als auch chemischer Gegebenheiten wäre es unmöglich, dass das Leben auf einem anderen Element als dem Kohlenstoff aufgebaut sein könnte. Eine Zeit lang wurde der Vorschlag, dass Silikon eine Alternative zum Kohlenstoff als chemische Basis des Lebens sein könnte, erwägt, doch wissen wir nun, dass diese Vorstellung nicht realistisch ist, wie Sidgwick sagt:

Wir haben jetzt genügend Kenntnisse, um sicher zu sein, dass die Idee einer Welt, in der Silikon anstelle von Kohlenstoff die Grundlage des Lebens wäre, nicht realistisch ist...6

ANMERKUNGEN
1 "Science Finds God", Newsweek, 27 Juli 1998
2 Robert E. D. Clark, The Universe: Plan or Accident?, London, Paternoster Press, 1961, S. 98
3 Fred Hoyle, Religion and the Scientists, London: SCM, 1959; M. A. Corey, The Natural History of Creation, Maryland: University Press of America, 1995, S. 341
4 David Burnie, Life, Eyewitess Science, London: Dorling Kindersley, 1996, S. 8
5 Nevil V. Sidgwick, The Chemical Elements and Their Compounds, Bd. 1. Oxford: Oxford University Press, 1950, S. 490
6 Nevil V. Sidgwick, The Chemical Elements and Their Compounds, Bd.1., S. 490

 

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