Es
besteht ein Geist und ein Zweck hinter dem Kosmos.
Hinweise auf jene göttliche Gegenwart erscheinen
darin, wie abstrakte Mathematik die Geheimnisse
des Universums durchdringen kann, was darauf hindeutet,
dass ein verständiger Geist die Welt erschaffen
hat. Die Natur ist fein darauf abgestimmt, Leben
und Bewusstsein hervorzubringen.
John Polkinghorne, Englischer
Physiker 1
Bis hierher haben wir untersucht, wie alle physikalischen
Gleichgewichtszustände des Universums, in dem
wir leben, speziell darauf abgestimmt sind unser
Leben zu ermöglichen. Wir haben gesehen, dass
die allgemeine Struktur des Universums, der Standort
der Erde im Weltall und ihre physikalischen Eigenschaften
sowie Faktoren wie Luft, Licht und Wasser genau
so gestaltet sind um genau die Voraussetzungen
zu schaffen, die für unsere Existenz erforderlich
sind. Zusätzlich dazu jedoch wollen wir uns nun
auch noch die Elemente näher betrachten, aus denen
unser Körper gebildet ist. Diese chemischen Stoffe,
die Grundbausteine, aus denen unsere Hände, Augen,
Haare und alle Organe, sowie alle anderen Lebewesen
- Tiere und Pflanzen - die uns Nahrung verschaffen,
zusammengesetzt sind, wurden speziell entworfen,
um den Zweck zu erfüllen, dem sie dienen.
Der Physiker Robert E. D. Clark bezieht sich
auf das spezielle und hervorragende Design in
den Bausteinen des Lebens, wenn er sagt: '...als
ob der Schöpfer uns einen Satz von vorgefertigten
Teilen für die anstehende Aufgabe in die Hand
gegeben hätte.' 2
Der wichtigste dieser Grundbausteine ist der
Kohlenstoff.
Das Design im Kohlenstoff
In vorhergehenden Kapiteln wurde der außergewöhnliche
Prozess beschrieben, wobei der Kohlenstoff, das
sechste Element der periodischen Tafel, im Herzen
der Roten Riesen erzeugt wird. Wir haben auch
erwähnt, dass die Entdeckung dieses wundersamen
Prozesses, als er diese machte, Fred Hoyle veranlasste
zu erklären, dass '...die Gesetze der Atomphysik
ausdrücklich und bewusst in Hinsicht auf die Konsequenzen,
abgestimmt wurden, die sie innerhalb der Sterne
erzeugen.' 3
Wenn man den Kohlenstoff näher untersucht, kann
man erkennen, dass nicht nur die Entstehung dieses
Elements, sondern auch seine chemischen Eigenschaften
willkürlich in solcher Weise gestaltet wurden,
um genau das zu sein, was sie sind.
| 
Eine der Formen, in der reiner Kohlenstoff
in der Natur vorkommt, ist Graphit. Dieses
Element ist jedoch in der Lage, eine außerordentliche
Vielfalt verschiedener Stoffe in Verbindung
mit Atomen anderer Elemente zu bilden.
Die Substanz, aus der die körperliche
Struktur fast aller Lebewesen gebildet
ist, besteht aus solchen Verbindungen
des Kohlenstoffes mit einigen anderen
Elementen.
|
Reiner Kohlenstoff kommt in der Natur in zwei
Formen vor, nämlich als Graphit oder Diamant.
Kohlenstoff geht jedoch auch Verbindungen mit
vielen anderen Elementen ein, was eine große Anzahl
von Stoffen verschiedener Art zur Folge hat. Insbesondere
der unglaublich vielfältige Bereich von organischen
'Lebenserzeugnissen'. Von der Zellmembran zur
Baumrinde, von der Augenlinse zum Hirschgeweih,
vom Eiweiß zum Schlangengift, alle bestehen aus,
auf Kohlenstoff basierenden, organischen Verbindungen.
Kohlenstoff, in Verbindung mit Wasserstoff, Sauerstoff
und Stickstoff, in vielen verschiedenen Proportionen
und geometrischen Atomanordnungen erzeugt eine
enorme Vielfalt an Materialien mit den unterschiedlichsten
Eigenschaften.
Manche Kohlenstoffverbindungen bestehen nur aus
einigen Atomen, wohingegen andere Tausende oder
sogar Millionen beinhalten. Überdies ist kein
anderes Element in der Bildung von Molekülen von
solcher Beständigkeit und Stabilität so anpassungsfähig
wie der Kohlenstoff, wie im David Burnies in seinem
Buch mit dem Titel Life [ Das Leben] schrieb:
Der Kohlenstoff ist ein sehr ungewöhnliches
Element. Ohne den Kohlenstoff und seinen ungewöhnlichen
Eigenschaften wäre es sehr unwahrscheinlich,
dass es Leben auf der Erde gäbe.4
Der englische Chemiker Nevil Sidgwick schreibt
in seinem Buch Chemical Elements and their Compounds
[Chemische Elemente und deren Verbindungen] folgendes
über den Kohlenstoff:
Der Kohlenstoff ist einzigartig unter den Elementen
hinsichtlich der Anzahl und Vielfalt der Verbindungen,
die er eingehen kann. Bisher wurden über eine
Viertelmillion davon isoliert und definiert,
doch das widerspiegelt nur ein sehr unvollkommenes
Bild seines Potentials, da der Kohlenstoff die
Grundlage aller Formen lebender Materie bildet.
5
Aufgrund sowohl physikalischer als auch chemischer
Gegebenheiten wäre es unmöglich, dass das Leben
auf einem anderen Element als dem Kohlenstoff
aufgebaut sein könnte. Eine Zeit lang wurde der
Vorschlag, dass Silikon eine Alternative zum Kohlenstoff
als chemische Basis des Lebens sein könnte, erwägt,
doch wissen wir nun, dass diese Vorstellung nicht
realistisch ist, wie Sidgwick sagt:
Wir haben jetzt genügend Kenntnisse, um sicher
zu sein, dass die Idee einer Welt, in der Silikon
anstelle von Kohlenstoff die Grundlage des Lebens
wäre, nicht realistisch ist...6
| ANMERKUNGEN |
 |
| 1
"Science Finds God", Newsweek,
27 Juli 1998
2 Robert E. D. Clark, The Universe: Plan
or Accident?, London, Paternoster Press,
1961, S. 98
3 Fred Hoyle, Religion and the Scientists,
London: SCM, 1959; M. A. Corey, The Natural
History of Creation, Maryland: University
Press of America, 1995, S. 341
4 David Burnie, Life, Eyewitess Science,
London: Dorling Kindersley, 1996, S. 8
5 Nevil V. Sidgwick, The Chemical Elements
and Their Compounds, Bd. 1. Oxford: Oxford
University Press, 1950, S. 490
6 Nevil V. Sidgwick, The Chemical Elements
and Their Compounds, Bd.1., S. 490
|
|