DAS DESIGN IM ELEMENT

Das Design im Element
Die kovalente Bindung
Die schwachen chemischen Bindungen
Das Design im Sauerstoff
Das Design im Feuer (oder 'Warum wir nicht geradewegs in Flammen aufgehen')
Die ideale Löslichkeit des Sauerstoffs
Die anderen Elemente

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)


Die anderen Elemente

Natürlich sind Kohlenstoff und Sauerstoff nicht die einzigen Elemente, die speziell für die Ermöglichung des Lebens gestaltet wurden. Elemente wie Wasserstoff und Stickstoff, die einen Großteil der Körper lebender Organismen ausmachen, besitzen ebenfalls bestimmte Eigenschaften, die das Leben erst ermöglichen; in der Tat, in der periodischen Tafel der Elemente scheint es kein einziges Element zu geben, das nicht irgend eine Aufgabe zur Unterstützung das Lebens erfüllt.

In der periodischen Tafel gibt es 92 verschiedene Elemente, vom Wasserstoff (dem leichtesten) bis zum Uranium (dem schwersten). (Über das Uranium hinaus gibt es noch andere Elemente, doch diese kommen nicht natürlich vor, sondern wurden laboratorisch erzeugt und sind zudem alle unbeständig.) Fünfundzwanzig dieser zweiundneunzig Elemente sind von unmittelbarer Notwendigkeit für das Leben und elf davon, nämlich Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Natrium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Chlor, Kalium und Kalzium, machen etwa 99,9 % des Körpergewichts der meisten lebenden Organismen aus. Die anderen vierzehn Elemente (Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Molybdän, Bor, Silikon, Selen, Fluor und Jod) kommen in lebenden Organismen nur in sehr kleinen Mengen vor, erfüllen jedoch lebenswichtige Funktionen. Drei andere Elemente - Arsen, Zinn und Wolfram kommen in manchen Organismen vor, wo sie Funktionen ausführen, die bisher noch nicht vollkommen erklärt werden konnten. Drei weitere Elemente - Brom, Strontium und Barium - sind bekannt in den meisten Organismen vorhanden zu sein, doch ihre Funktionen blieben bisher ein Rätsel.1

Dieses breite Spektrum beinhaltet Atome aus jeder der verschiedenen Gruppen der periodischen Tafel, deren Elemente entsprechend der Eigenschaften ihrer Atome gruppiert sind. Das bedeutet, dass jede Elementgruppe der periodischen Tafel in einer oder der anderen Weise notwendig für das Leben ist. J. J. R. Frausto da Silva und R. J. P. Williams machen in ihrem Buch The Biological Chemistry of the Elements [Die biologische Chemie der Elemente] die folgende Aussage:

Die biologischen Elemente scheinen praktisch von allen Gruppen und Untergruppen der periodischen Tafel ausgewählt worden zu sein... und das bedeutet, dass praktisch alle Arten von chemischen Eigenschaften mit den Lebensvorgängen verbunden sind, innerhalb der, durch Umweltbedingun-gen gesetzten Grenzen.2

Selbst die schweren radioaktiven Elemente am Ende der periodischen Tafel wurden in den Dienst des menschlichen Lebens gestellt. In seinem Buch Nature's Destiny [Das Schicksal der Natur] erklärt Michael Denton ausführlich die entscheidende Rolle, die jene radioaktiven Elemente, wie Uranium bei der Gestaltung der geologischen Struktur der Erde spielen. Natürlich auftretende Radioaktivität hängt eng mit der Tatsache zusammen, dass der Kern der Erde in der Lage ist, seine Wärme zu erhalten. Diese Hitze erhält den, aus Eisen und Nickel bestehenden Kern flüssig. Dieser flüssige Kern ist es, der das Magnetfeld der Erde erzeugt, das neben der Erfüllung anderer Aufgaben, hilft, den Planeten vor gefährlichen Strahlungen und stellarem Bruchmaterial aus dem Weltall zu beschützen, wie bereits an anderer Stelle erwähnt wurde. Selbst die Edelgase und die seltenen Erdalkalimetalle, keines von welchen mit der Unterstützung des Lebens etwas zu tun haben zu scheint, sind scheinbar deshalb vorhanden, um das Erfordernis einer ununterbrochenen Fortsetzung der sich stufenweise erhöhenden Anzahl der Elektronen in den Umlaufbahnen der Atome zu erfüllen und damit das Spektrum der natürlich vorkommenden Elemente bis zum Uranium auszudehnen. 3

Kurz gesagt, alle Elemente, von deren Existenz wir wissen, dienen irgend einem Zweck in Hinsicht auf das Leben des Menschen. Keines von ihnen ist 'unnütz' oder 'überflüssig'. Diese Gegebenheit ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Universum von Allah für die Menschheit erschaffen wurde.

Schlussfolgerung

Jede chemische oder physikalische Gegebenheit des Universums, die wir bisher untersucht haben, stellte sich heraus, genau dem zu entsprechen, das sie sein muss, um das Leben zu ermöglichen bzw. zu fördern. Und dabei haben wir in diesem Buch nur die Oberfläche der überwältigenden Masse an Indizien und Beweisen für diese Tatsache angescharrt. Wie tief wir auch in die Einzelheiten gehen, oder wie weit wir den Bereich unserer Untersuchungen ausdehnen, machen wir immer diese generelle Beobachtung: In jedem Aspekt des Universums gibt es einen Zweck, der dem Leben des Menschen untergeordnet ist, und jedes Detail ist in makellosem Design und vollkommener Ausgeglichenheit und Harmonie der Erfüllung dieses Zwecks angepasst.

Das stellt zweifelsohne einen Beweis für die Existenz eines erhabenen Schöpfers dar, der das Universum zu diesem Zweck erschaffen hat. Welche Eigenschaft der Materie auch immer wir untersuchen, wir können darin das allumfassende Wissen und die unendliche Weisheit und Allmacht Allahs erkennen, der die Materie aus dem Nichts ins Dasein brachte. Alles beugt sich Seinem Willen und deswegen ist jedes Teil in vollkommener Harmonie allem anderen.

Das ist das Ergebnis, zudem die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts schließlich gelangte, und dennoch ist es nur die Bestätigung einer Tatsache, die den Menschen bereits vor über vierzehnhundert Jahren im Quran offenbart worden war. Allah erschuf jedes Detail des Kosmos um die Vollkommenheit Seiner Schöpfung zu offenbaren. Der Quran drückt das in dieser Weise aus:

Segensreich ist Der, in Dessen Hand die Herrschaft ruht; und Er hat Macht über alle Dinge...Der die sieben Himmel in Sphären erschaffen hat. Du kannst keine Disharmonie in der Schöpfung des All-Barmherzigen sehen. So wende den Blick nochmals zurück: erblickst du irgendeinen Mangel? Dann wende den Blick noch ein zweites Mal zurück und dein Blick wird nur ermüdet und geschwächt zu dir zurückkehren. (Sure 67:1, 3, 4 - al-Mulk)

ANMERKUNGEN
1 J. J. R. Fraùsto da Silva, R. J. P. Williams, The Biological Chemistry of the Elements, Oxford: Oxford University Press, S. 3 f.
2 J. J. R. Fraùsto da Silva, R. J. P. Williams, The Biological Chemistry of the Elements, S. 5
3 Michael Denton, Nature's Destiny, S. 79 ff.
 

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