Die anderen Elemente
Natürlich sind Kohlenstoff und Sauerstoff nicht
die einzigen Elemente, die speziell für die Ermöglichung
des Lebens gestaltet wurden. Elemente wie Wasserstoff
und Stickstoff, die einen Großteil der Körper
lebender Organismen ausmachen, besitzen ebenfalls
bestimmte Eigenschaften, die das Leben erst ermöglichen;
in der Tat, in der periodischen Tafel der Elemente
scheint es kein einziges Element zu geben, das
nicht irgend eine Aufgabe zur Unterstützung das
Lebens erfüllt.
In der periodischen Tafel gibt es 92 verschiedene
Elemente, vom Wasserstoff (dem leichtesten) bis
zum Uranium (dem schwersten). (Über das Uranium
hinaus gibt es noch andere Elemente, doch diese
kommen nicht natürlich vor, sondern wurden laboratorisch
erzeugt und sind zudem alle unbeständig.) Fünfundzwanzig
dieser zweiundneunzig Elemente sind von unmittelbarer
Notwendigkeit für das Leben und elf davon, nämlich
Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff,
Natrium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Chlor,
Kalium und Kalzium, machen etwa 99,9 % des Körpergewichts
der meisten lebenden Organismen aus. Die anderen
vierzehn Elemente (Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen,
Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Molybdän, Bor, Silikon,
Selen, Fluor und Jod) kommen in lebenden Organismen
nur in sehr kleinen Mengen vor, erfüllen jedoch
lebenswichtige Funktionen. Drei andere Elemente
- Arsen, Zinn und Wolfram kommen in manchen Organismen
vor, wo sie Funktionen ausführen, die bisher noch
nicht vollkommen erklärt werden konnten. Drei
weitere Elemente - Brom, Strontium und Barium
- sind bekannt in den meisten Organismen vorhanden
zu sein, doch ihre Funktionen blieben bisher ein
Rätsel.1
Dieses breite Spektrum beinhaltet Atome aus jeder
der verschiedenen Gruppen der periodischen Tafel,
deren Elemente entsprechend der Eigenschaften
ihrer Atome gruppiert sind. Das bedeutet, dass
jede Elementgruppe der periodischen Tafel in einer
oder der anderen Weise notwendig für das Leben
ist. J. J. R. Frausto da Silva und R. J. P. Williams
machen in ihrem Buch The Biological Chemistry
of the Elements [Die biologische Chemie der Elemente]
die folgende Aussage:
Die biologischen Elemente scheinen praktisch
von allen Gruppen und Untergruppen der periodischen
Tafel ausgewählt worden zu sein... und das bedeutet,
dass praktisch alle Arten von chemischen Eigenschaften
mit den Lebensvorgängen verbunden sind, innerhalb
der, durch Umweltbedingun-gen gesetzten Grenzen.2
Selbst die schweren radioaktiven Elemente am
Ende der periodischen Tafel wurden in den Dienst
des menschlichen Lebens gestellt. In seinem Buch
Nature's Destiny [Das Schicksal der Natur] erklärt
Michael Denton ausführlich die entscheidende Rolle,
die jene radioaktiven Elemente, wie Uranium bei
der Gestaltung der geologischen Struktur der Erde
spielen. Natürlich auftretende Radioaktivität
hängt eng mit der Tatsache zusammen, dass der
Kern der Erde in der Lage ist, seine Wärme zu
erhalten. Diese Hitze erhält den, aus Eisen und
Nickel bestehenden Kern flüssig. Dieser flüssige
Kern ist es, der das Magnetfeld der Erde erzeugt,
das neben der Erfüllung anderer Aufgaben, hilft,
den Planeten vor gefährlichen Strahlungen und
stellarem Bruchmaterial aus dem Weltall zu beschützen,
wie bereits an anderer Stelle erwähnt wurde. Selbst
die Edelgase und die seltenen Erdalkalimetalle,
keines von welchen mit der Unterstützung des Lebens
etwas zu tun haben zu scheint, sind scheinbar
deshalb vorhanden, um das Erfordernis einer ununterbrochenen
Fortsetzung der sich stufenweise erhöhenden Anzahl
der Elektronen in den Umlaufbahnen der Atome zu
erfüllen und damit das Spektrum der natürlich
vorkommenden Elemente bis zum Uranium auszudehnen.
3
Kurz
gesagt, alle Elemente, von deren Existenz wir
wissen, dienen irgend einem Zweck in Hinsicht
auf das Leben des Menschen. Keines von ihnen ist
'unnütz' oder 'überflüssig'. Diese Gegebenheit
ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Universum
von Allah für die Menschheit erschaffen wurde.
Schlussfolgerung
Jede chemische oder physikalische Gegebenheit
des Universums, die wir bisher untersucht haben,
stellte sich heraus, genau dem zu entsprechen,
das sie sein muss, um das Leben zu ermöglichen
bzw. zu fördern. Und dabei haben wir in diesem
Buch nur die Oberfläche der überwältigenden Masse
an Indizien und Beweisen für diese Tatsache angescharrt.
Wie tief wir auch in die Einzelheiten gehen, oder
wie weit wir den Bereich unserer Untersuchungen
ausdehnen, machen wir immer diese generelle Beobachtung:
In jedem Aspekt des Universums gibt es einen Zweck,
der dem Leben des Menschen untergeordnet ist,
und jedes Detail ist in makellosem Design und
vollkommener Ausgeglichenheit und Harmonie der
Erfüllung dieses Zwecks angepasst.
Das stellt zweifelsohne einen Beweis für die
Existenz eines erhabenen Schöpfers dar, der das
Universum zu diesem Zweck erschaffen hat. Welche
Eigenschaft der Materie auch immer wir untersuchen,
wir können darin das allumfassende Wissen und
die unendliche Weisheit und Allmacht Allahs erkennen,
der die Materie aus dem Nichts ins Dasein brachte.
Alles beugt sich Seinem Willen und deswegen ist
jedes Teil in vollkommener Harmonie allem anderen.
Das ist das Ergebnis, zudem die Wissenschaft
des 20. Jahrhunderts schließlich gelangte, und
dennoch ist es nur die Bestätigung einer Tatsache,
die den Menschen bereits vor über vierzehnhundert
Jahren im Quran offenbart worden war. Allah erschuf
jedes Detail des Kosmos um die Vollkommenheit
Seiner Schöpfung zu offenbaren. Der Quran drückt
das in dieser Weise aus:
Segensreich ist Der, in Dessen
Hand die Herrschaft ruht; und Er hat Macht über
alle Dinge...Der die sieben Himmel in Sphären
erschaffen hat. Du kannst keine Disharmonie
in der Schöpfung des All-Barmherzigen sehen.
So wende den Blick nochmals zurück: erblickst
du irgendeinen Mangel? Dann wende den Blick
noch ein zweites Mal zurück und dein Blick wird
nur ermüdet und geschwächt zu dir zurückkehren.
(Sure 67:1, 3, 4 - al-Mulk)
| ANMERKUNGEN |
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| 1
J. J. R. Fraùsto da Silva, R. J. P. Williams,
The Biological Chemistry of the Elements,
Oxford: Oxford University Press, S. 3
f.
2 J. J. R. Fraùsto da Silva, R. J. P.
Williams, The Biological Chemistry of
the Elements, S. 5
3 Michael Denton, Nature's Destiny, S.
79 ff.
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