Die Geschwindigkeit der Big Bang-Explosion ist
nur einer der bemerkenswerten Gleichgewichtszustände
in der Ursprungsphase der Schöpfung. Auch unmittelbar
nach dem Urknall mussten die Kräfte, die das Universum,
in dem wir leben, aufrechterhalten und organisieren,
numerisch "genau stimmen", andernfalls hätte es
kein Universum gegeben.
Dies sind die "vier fundamentalen Naturkräfte",
welche die moderne Physik anerkennt. Alle Struktur
und Bewegung im Universum wird durch diese vier
Kräfte bestimmt, die als Gravitation, elektromagnetische
Energie, starke und schwache Kernkraft bekannt
sind. Die starke und die schwache Kernkraft kommen
nur auf der atomaren Ebene zur Geltung. Die beiden
anderen - die Gravitationskraft und die elektromagnetische
Energie - bestimmen die Zusammenfügung der Atome,
in anderen Worten "die Materie". Diese vier Grundkräfte
kamen im unmittelbaren Nachspiel des Big Bang
zur Wirkung, mit dem Ergebnis der Bildung von
Atomen und Materie.
Ein Vergleich zwischen jenen Kräften ist sehr
aufschlussreich, denn ihre Werte sind erstaunlich
verschieden von einander. Im Folgenden sind sie
in internationalen Normeinheiten wiedergegeben:
Starke Kernkraft : 15
Schwache Kernkraft : 7,03 x 10-3
Elektromagnetische Kraft : 3,05 x 10-12
Gravitationskraft : 5,90 x 10-39
Man beachte, wie groß die Unterschiede in der
Stärke dieser vier Grundkräfte sind. Der Unterschied
zwischen der stärksten (Starke Kernkraft) und
der schwächsten (Gravitationskraft) ist etwa 35,
gefolgt von 38 Nullen! Warum sollte das so sein?
Der Molekular-Biologe Michael Denton behandelt
diese Frage in seinen Buch, Natur's Destiny [Das
Schicksal der Natur]:
Wenn, z.B. die Gravitationskraft um eine Billion
mal stärker wäre, dann wäre das Universum wesentlich
kleiner und seine Lebensgeschichte weitaus kürzer.
An durchschnittlicher Stern würde ein Billionstel
der Masse der Sonne haben und eine Lebensdauer
von etwa einem Jahr. Andererseits, wenn Schwerkraft
geringer gewesen wäre, hätten sich niemals Sterne
oder Galaxien gebildet. Die anderen Beziehungen
und Werte sind nicht weniger ausschlaggebend.
Falls die starke Kernkraft nur etwas schwächer
gewesen wäre, wäre der Wasserstoff das einzige
stabile Elemente gewesen. Keine anderen Atome
könnten existieren. Wenn sie etwas stärker in
Bezug auf den Elektromagnetismus gewesen wäre,
dann wäre ein aus nur zwei Protonen bestehender
Atomkern eine stabile Eigenschaften des Universums
- was bedeuten würde, dass es keinen Wasserstoff
gäbe, und falls sich irgendwelche Sterne oder
Galaxien entwickelt hätten, wären sie sehr verschiedenen
von dem, was sie sind. Es ist eindeutig, wenn
diese verschiedenen Kräfte und Konstanten nicht
genau die Werte hätten, die sie haben, dann
gäbe es keine Sterne, keine Supernovas, keine
Planeten, keine Atome, kein Leben.1
Paul Davies erläutert wie die Gesetze der Physik
ideale Lebensbedingungen für den Menschen bereiten:
Hätte die Natur sich für eine geringfügig andere
Zahlenkombination entschieden, so wäre die Welt
ein ganz anderer Ort. Wir wären wahrscheinlich
nicht hier um es zu sehen…neuerliche Entdeckungen
über die Anfänge des Kosmos zwingen uns zu akzeptieren,
dass das sich ausdehnende Universum
mithilfe einer erstaunlichen Präzision in Bewegung
gebracht wurde.2
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Der
Molekularbiologe Michael Denton weist in
seinem Buch Nature's Destiny: How the Laws
of Biology Reveal Purpose in the Universe
[Das Schicksal der Natur: Wie die Gesetze
der Biologie Ziel und Zweck des Universums
enthüllen.] auf eine sehr wichtige Tatsache
hin: Entsprechend Dentons Auffassung wurde
das Universum mit einem Design erschaffen,
das speziell auf die Ermöglichung des menschlichen
Lebens abgestimmt ist. |
Arno Penzias, der zusammen mit Robert Wilson
der erste war, der die kosmische Hintergrundstrahlung
entdeckte (wofür Beide im Jahr 1965 einen Nobelpreis
erhielten), bemerkt folgendes zu dem, im Universum
vorherrschenden wunderbaren Design:
Die Astronomie führt uns zu einem einzigartigen
Ereignis: Die Erschaffung aus dem Nichts, eines
Universums, das ein sehr fein abgestimmtes Gleichgewicht
besitzt, welches notwendig war, um genau die
Bedingungen zu schaffen, die erforderlich waren,
um Leben zu ermöglichen, und welchem ein - man
könnte sagen - "übernatürlicher" Plan zugrunde
liegt.3
Alle, die obig zitierten Wissenschaftler haben
eine bedeutende Schlussfolgerung von ihren Beobachtungen
gezogen. Die unglaublichen Gleichgewichtszustände
und ihre wundervolle Ordnung innerhalb des Designs
des Universums zu untersuchen und darüber nachzudenken
kann einen nur zu einer Wahrheit führen: Diesem
Kosmos liegt ein übergeordnetes Design und eine
vollständige Harmonie zugrunde. Zweifellos ist
Allah, der alles in absoluter Perfektion erschaffen
hat, der Urheber dieses harmonischen Designs.
In einem Vers Seines Wortes lenkt Allah unsere
Aufmerksamkeit auf die, bis in jede Einzelheit
geplante und berechnete Ordnung, die in der Schöpfung
des Universums vorherrscht:
Er (ist es), Dem das Königreich
der Himmel und der Erde zu eigen ist, und Der
Sich keinen Sohn erkoren hat und Der keinen
Teilhaber in der Herrschaft hat und Der jegliches
Ding erschaffen und ihm das rechte Maß gegeben
hat. (Sure 25:2 - al-Furqan)
| ANMERKUNGEN |
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1 Michael Denton, Nature's
Destiny: How the Laws of Biology Reveal
Purpose in the Universe, The New York: The
Free Press, 1998, S. 12 f.
2 Paul Davies, The Accidental Universe,
Cambridge: Cambridge University Press, 1982,
Vorwort.
3 Hugh Ross, The Creator and the Cosmos,
S. 122 f. |
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