DAS DESIGN IM LICHT

DAS DESIGN IM LICHT
VON ULTRAVIOLETT ZU INFRAROT
DIE PHOTOSYNTHESE UND DAS LICHT
UNSER AUGENLICHT
DIE HARMONIE ZWISHEN LICHT UND ATMOSPHARE

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)

Es ist wirklich sehr bemerkenswert, dass die Ausstrahlungen der Sonne (und vieler Sequenzsterne) in solch einer minimalen Bandbreite des elektromagnetischen Spektrums konzentriert sein sollten, welche genau diejenige Strahlung verfügbar macht, die erforderlich ist, um das Leben auf der Erde zu fördern.
Ian Campbell, Englischer Physiker 1

Die Sonne ist wahrscheinlich dasjenige Objekt, das wir in unserem Leben am häufigsten sehen. Sobald wir tagsüber unseren Blick erheben und ins Firmament blicken, sehen wir ihr blendendes Licht. Wenn uns jemand fragen würde: 'Wozu gibt es die Sonne?", würden wir ohne nachzudenken sofort antworten, dass uns die Sonne Licht und Wärme gibt. Diese Antwort wäre, wenn auch etwas oberflächlich, durchaus richtig.

Doch 'ergibt es sich' eben nur so, dass die Sonne Licht und Energie für uns ausstrahlt? Ist das eine zufällige und ungeplante Gegebenheit, oder wurde die Sonne speziell für uns entworfen? Könnte es sein, dass dieser Feuerball am Himmel eine riesige 'Lampe' ist, die erschaffen worden war, um genau unsere Bedürfnisse zu erfüllen?

Die jüngsten wissenschaftlichen Entdeckungen deuten darauf hin, dass die Antwort auf die beiden letzten Fragen "ja" lautet. Ja, denn im Sonnenlicht zeigt sich ein Design, das einen nur staunen lassen kann.

Die richtige Wellenlänge

Sowohl das Licht als auch die Wärme sind verschiedene Formen von elektromagnetischer Strahlung. Alle Formen elektromagnetischer Strahlungen bewegen sich wellenförmig im Raum fort, ähnlich den Wellen, die sich auf dem Wasser bilden, wenn man einen Stein hinein wirft. Ebenso, wie die, durch einen Steinwurf verursachten Wellen auf der Wasseroberfläche verschiedene Höhen und Abstände voneinander haben können, haben auch elektromagnetischen Wellen verschiedene Wellenlängen.

Dieser Vergleich sollte jedoch nicht zu weit fortgeführt werden, denn zwischen den Wellenlängen der elektromagnetischen Strahlungen gibt es sehr große Unterschiede. Manche davon erstrecken sich über mehrere Kilometer und andere sind kürzer als ein Milliardstel eines Zentimeters und die restlichen Wellenlängen liegen in einem ununterbrochenen Übergangsspektrum zwischen diesen Extremwerten. Um die Angelegenheit übersichtlicher zu machen unterteilten die Wissenschaftler dieses Spektrum entsprechend der verschiedenen Wellenlängen und klassifizieren die verschiedenen Abschnitte entsprechend. Strahlen mit der kürzesten Wellenlänge (ein Billionstel Zentimeter) z.B., werden Gammastrah-len genannt. Diese Strahlen sind mit enormen Energiemengen geladen. Strahlen, der längsten Wellenlängen werden "Radiowellen" genannt; ihre Wellenlängen können mehrere Kilometer lang sein, doch sie haben sehr wenig Energie. Radiowellen sind harmlos für uns, während eine Bestrahlung mit Gammastrahlen tödlich für den Menschen sein kann. Licht ist eine Form elektromagnetischer Strahlung, die zwischen diesen beiden Extremen liegt.

Das erste, was man bei dem elektromagnetischen Spektrum beachten muss, ist sein außerordentlich weiter Bereich: Die größte Wellenlänge ist 1025-mal so groß als die kürzeste. Wenn man die Zahl 1025 voll ausschreibt, sieht sie so aus: 10.000.000.000.000.000.000.000.000.

DIE VERSCHIEDENEN WELLENLÄNGEN ELEKTROMAGNETISCHER STRAHLUNGEN

Die Sterne und andere Lichtquellen im Universum haben nicht alle die gleiche Art von Ausstrahlung; sondern strahlen Energie mit einem breiten Spektrum an Wellenlängen aus. Die Wellenlänge der Gammastrahlen, welche die kürzeste Wellenlänge haben, beträgt nur 10-25 der, der längsten Radiowellen. Interessanterweise liegt fast die gesamte Ausstrahlung der Sonne innerhalb einer Bandbreite die ebenfalls nur 10-25 des gesamten elektromagnetischen Spektrums ausmacht. Der Grund dafür ist, dass nur diejenigen Arten von Strahlen, deren Wellenlängen innerhalb eben dieser engen Bandbreite liegen, geeignet und von Nutzen für das Leben sind.

Man kann sich kaum etwas unter einer Zahl dieser Größe vorstellen, und so wollen wir einige Vergleiche anstellen. Vier Milliarden Jahre z.B. - das ungefähr geschätzte Alter der Erde - entsprechen etwa 1017 Sekunden. Wenn man von 1 bis 1025 zählen wollte, und dies Tag und Nacht mit einer Zählrate von einer Zahl pro Sekunde täte, würde man dazu 100 Millionen mal länger als das Alter der Erde brauchen! Wenn man 1025 Spielkarten aufeinanderschichten würde, würde sich der Haufen bis zur Mitte des sichtbaren Universums auftürmen.

Die verschiedenen Wellenlängen der im Weltall vorkommenden elektromagnetischen Energie erstrecken sich also über ein enormes Spektrum. Interessant dabei ist, dass die von unserer Sonne ausgestrahlte elektromagnetische Energie nur auf einen sehr, sehr schmalen Abschnitt dieses Spektrums begrenzt ist. 70 % der Sonnenausstrahlung hat Wellenlängen von 0.3 bis 1.5 Mikron und innerhalb dieser schmalen Bandbreite gibt es drei Arten von Licht: sichtbares, nahes infrarotes und ultraviolettes Licht.

Diese drei Lichtarten mögen viel erscheinen, doch alle drei zusammen machen nur einen fast unmerklichen Abschnitt des Totalspektrums aus. Die Bandbreite des von der Sonne ausgestrahlten Lichts würde im Vergleich zum elektromagnetischen Gesamtspektrum nur der Dicke einer Spielkarte in dem Turm aus 1025 Karten entsprechen, der sich bis zur Mitte des Universums erhebt!

Warum sollte das Licht der Sonne auf solch einen kleinen Bereich beschränkt sein?

Die Antwort auf diese Frage ist äußerst wichtig, denn nur eine Strahlung, deren Wellenlängen innerhalb dieses kleinen Bereichs liegen, ist in der Lage, das Leben auf der Erde zu fördern und zu erhalten.

In seinem Buch Energy and the Atmosphere [Energie und die Atmosphäre] erörtert der englische Physiker Ian Campbell diese Frage. Er sagt: 'Es ist wirklich sehr bemerkenswert, dass die Ausstrahlungen der Sonne (und vieler Sequenzsterne) in solch einer minimalen Bandbreite des elektromagnetischen Spektrums konzentriert sein sollten, welche genau diejenige Strahlung verfügbar macht, die erforderlich ist, um das Leben auf der Erde zu fördern.' 2 Campbell bewertet diese Situation als fast unglaublich.

Wir wollen nun das 'atemberaubende' Design des Lichtes etwas ausführlicher untersuchen.

ANMERKUNGEN
1 Ian M. Campbell, Energy and the Atmosphere, London: Wiley, 1977, S. 1 f.
2 Ian M. Campbell, Energy and the Atmosphere, S. 1 f.
 

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