DAS DESIGN IM LICHT

DAS DESIGN IM LICHT
VON ULTRAVIOLETT ZU INFRAROT
DIE PHOTOSYNTHESE UND DAS LICHT
UNSER AUGENLICHT
DIE HARMONIE ZWISHEN LICHT UND ATMOSPHARE

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)

Unser Augenlicht

Wir haben gesehen, dass das Licht, das uns von der Sonne erreicht, nur in drei schmale Bandbreitenbereiche des elektromagnetischen Spektrums fällt:

1) Infrarotes Licht, dessen Wellenlänge größer als die des sichtbaren Lichts ist, und das die Erde erwärmt.

2) Eine kleine Menge an ultraviolettem Licht, dessen Wellenlänge kürzer als die des sichtbaren Lichts ist, und das unter anderem für die Synthese von Vitamin D notwendig ist.

3) Sichtbares Licht, das sowohl die Sehfähigkeit als auch die Photosynthese der Pflanzen ermöglicht.

Das Vorhandensein von 'sichtbarem Licht" ist ebenso wichtig für die biologische Gewährleistung der Sehfähigkeit wie für die Photosynthese. Der Grund dafür ist, dass es für ein biologisches Auge unmöglich ist, Licht einer Bandbreite anders als der des sichtbaren Lichts wahrzunehmen, mit der Ausnahme einer sehr kleinen Fraktion von nahem infrarotem Licht.


Nur solche Lichtstrahlen, sind geeignet für biologisches Sehen, deren Wellenlängen innerhalb der Bandbreite dessen liegen, was wir als 'sichtbares Licht' bezeichnen. Der größte Teil der von der Sonne ausgestrahlten Energie liegt in diesem Bereich.

Um zu erklären, warum dem so ist, müssen wir zuerst Verstehen wie der Sehprozess vonstatten geht. Das Sehen beginnt damit, dass 'Lichtteilchen', die 'Photonen' genannt werden, durch die Pupille auf die Netzhaut fallen, die sich im hinteren Teil des Auges befindet. Die Netzhaut enthält lichtempfindliche Zellen, von denen jede so sensitiv ist, dass sie selbst den Einfall eines einzelnen Photons wahrnehmen können. Die Energie des Photons aktiviert ein komplexes Molekül, das als 'Rhodopsin' bekannt ist und in diesen Zellen in großen Mengen vorhanden ist. Das Rhodopsin aktiviert seinerseits andere Zellen, die ihrerseits noch weitere in Gang setzen.1 Im Endeffekt wird ein elektrischer Impuls erzeugt, der durch die optischen Nerven ins Gehirn weitergeleitet wird.

Die erste Voraussetzung für das Funktionieren dieses Systems ist, dass die Netzhautzelle in der Lage ist, ein einfallendes Photon zu erkennen. Um das zu ermöglichen, muss das Photon eine genau bemessene Energieladung haben. Wenn sie zu stark oder zu schwach ist, wird die Rhodopsinreaktion nicht eingeleitet. Eine Änderung der Augengröße hat keinerlei Einfluss; worauf es ankommt ist die Harmonie der Zellengröße mit der Wellenlänge des Photons.

Ein organisches Auge zu entwerfen, das andere Bandbreiten des elektromagnetischen Spektrums wahrnehmen könnte, erweist sich als unmöglich in einer Welt, die von, auf Kohlenstoff basiertem Leben beherrscht ist. In seinem Buch Nature's Destiny [Das Schicksal der Natur] geht Michael Denton auf dieses Thema ein und erklärt, dass ein organisches Auge nur innerhalb der Bandbreite des 'sichtbaren Lichtes' sehen kann. Es ist zwar theoretisch möglich, andere Modelle des Auges zu entwerfen, doch keines davon wäre in der Lage, Licht einer anderen Wellenlänge zu sehen. Denton erklärt warum:

Ultraviolett, Röntgen- und Gammastrahlen sind zu energiegeladen und höchst destruktiv, während Infrarot und Radiowellen zu schwach sind um wahrgenommen werden zu können, weil in ihrer Reaktion mit Materie so wenig Energie umgesetzt wird... und so erscheint es, dass aus mehreren verschiedenen Gründen der sichtbare Bereich des elektromagnetischen Spektrums der einzige Bereich ist, der biologische Sehfähigkeit aufs äußerste begünstigt, und insbesondere das scharfe Kameraauge der Wirbeltiere, das in Design und Ausmaßen dem menschlichen Auge sehr nahe kommt.2

Wenn wir innehalten und das bisher gesagte zusammenfassen, ergibt sich folgendes: Die Sonne strahlt Licht einer sehr schmalen Bandbreite aus (eine Bandbreite, die nur 10-25 des gesamten elektromagnetischen Spektrums entspricht), das sehr gezielt ausgewählt ist, indem es genau darauf abgestimmt ist, die Erde zu erwärmen, die biologische Funktionen der komplexen Lebensformen, sowie die Photosynthese zu fördern, und auch den Lebewesen auf dieser Welt das Sehen zu ermöglichen.

Der richtige Stern, der richtige Planet und die richtige Entfernung

In dem Kapitel 'Der Blaue Planet' haben wir unsere Welt mit den anderen Planeten des Sonnensystems verglichen und fanden, dass der Temperaturbereich, der für das Leben notwendig ist, nur auf der Erde gegeben ist. Der entscheidende Grund dafür ist die ideale Entfernung zwischen der Erde und der Sonne. Die äußeren Planeten wie Jupiter, Saturn oder Pluto sind zu kalt, während die inneren Planeten wie Merkur oder Venus zu heiß sind.

Diejenigen, die leugnen, dass der Abstand zwischen Sonne und Erde Teil eines geplanten Designs ist, könnten etwa folgendes behaupten:

'Im Weltall gibt es viele Sterne, von denen manche wesentlich größer, und andere viel kleiner als die Sonne sind. Diese könnten sehr wohl auch ihre eigenen Planetensysteme haben. Wenn ein Stern z.B. größer als die Sonne ist, dann müsste ein, für das Leben idealer Planet wesentlich weiter von diesem Stern entfernt sein, als der Abstand zwischen der Sonne und der Erde ist. Ein Planet, der z.B. einen Riesenstern in einem Abstand wie dem, von Pluto zur Sonne umläuft, könnte ein gemäßigtes Klima, wie das unserer Erde haben. Solch ein Planet wäre dann geradeso für das Leben geeignet, wie die Erde.'

Diese Behauptung ist von einem sehr wichtigen Gesichtspunkt aus ungültig: Sie lässt die Tatsache außer Acht, dass Sterne mit verschiedenen Massen auch verschiedene Arten von Energie ausstrahlen.

Die bestimmenden Faktoren für die Wellenlänge der von einem Stern ausgestrahlten Energie, sind seine Masse und seine Oberflächen-temperatur (die in direktem Verhältnis zu seiner Masse steht). Die Sonne, z.B. strahlt nahes infrarotes, sichtbares und ultraviolettes Licht deshalb aus, weil ihre Oberflächentemperatur etwa 6000 0C beträgt. Wenn die Masse der Sonne größer wäre, wäre ihre Oberflächentemperatur höher, doch in diesem Fall wäre auch das Energieniveau der Sonnenstrahlung erhöht, und die Sonne würde viel mehr destruktive ultraviolette Strahlen aussenden, als sie das tut.

Daraus geht hervor, dass irgend ein Stern, der eine, insgesamt das Leben begünstigende Energie ausstrahlen sollte, eine, unserer Sonne sehr ähnliche Masse besitzen müsste. Und falls es für das Leben geeignete Planeten gäbe, die solche Sterne umkreisen, so müssten sie dies in einem Abstand tun, der sich nicht wesentlich von dem unterscheidet, der zwischen der Sonne und der Erde besteht.

In anderen Worten, kein Planet, der einen Roten Riesenstern, Blauen Riesen oder irgend einen anderen Stern umkreist, dessen Masse sich deutlich von der der Sonne unterscheidet, könnte Leben beherbergen. Die einzige Energiequelle, die Leben ermöglichen kann, ist ein Stern wie unsere Sonne. Die einzige planetarische Entfernung (zwischen einem Mutterstern und seinem Satelliten) die für das Leben geeignet ist, ist der Abstand zwischen der Sonne und der Erde.

Diese Tatsache kann auch so ausgedrückt werden: Sowohl die Sonne als auch die Erde wurden genau so erschaffen, wie sie sein mussten. In der Tat, der Quran erklärt, dass Allah alles entsprechend einem genau bestimmten Maß erschaffen hat:

Er bringt die Morgendämmerung hervor und machte die Nacht zur Ruhe und Entspannung und die Sonne und den Mond zur Berechnung. Das ist die Anordnung des Allmächtigen, des Allwissenden. (Sure 6:96 - al-An'am)


Auf der Oberfläche der Sonne herrscht eine Tempe ratur von 6000°C. Wenn diese Temperatur nur ein wenig höher oder niedriger wäre, wäre das Sonnenlicht nicht zur Unter-haltung des Lebens geeignet.

ANMERKUNGEN
72 Diese, sich im Auge vollziehende Kettenreaktion ist eigentlich wesentlich komplizierter. Das Licht, welches das Auge erreicht tritt durch die Pupille ein und fällt auf die Netzhaut im hinteren Teil des Auges. Wenn das Licht zuerst auf die Netzhaut trifft, reagiert ein Photon mit einem Molekül, das 11- cis- Retinal benannt wurde. Die Änderung in der Form des Retinalmoleküls erzwingt eine Änderung in der Form des Proteins Rhodopsin, an welches das Retinal fest gebunden ist. Die Metamorphose des Proteins ändert sich in ihrem Verhalten. Das nun als Metarhodopsin II bezeichnete Protein hängt sich an ein anderes Protein namens Transdusin. Ein kleines, als GDP bezeichnetes Molekül ist fest an das Transdusin gebunden, bevor letzteres auf das Metarhodopsin II stößt, doch wenn das Transdusin mit dem Metarhodopsin II reagiert, fällt das GDP ab und ein anderes, als GTP bezeichnetes Molekül bindet sich an das Transdusin.
Nun sind zwei Proteine und ein chemisches Molekül aneinander gebunden und das ganze wird GTP-Transdusin-Metarhodopsin II genannt. Dieses nun bindet sich an ein Protein namens Phosphodiesterase. Wenn das Phosphodiesterase an das Metarhodopsin II mitsamt Gefolge gebunden ist, erwirbt es die chemische Fähigkeit, ein als cGMP bezeichnetes Molekül zu 'schneiden'. Ursprünglich befinden sich eine Menge von cGMP Molekülen in der Zelle, doch das Phosphodiesterase vermindert ihre Konzentration, und zwar in ähnlicher Weise, wie ein herausgezogener Stöpsel den Wasserspiegel in einer Badewanne senkt.
Ein weiteres Protein, welches cGMP bindet wird ein 'Ionenkanal' genannt. Es fungiert als eine Pforte, die die Anzahl der Natriumionen in der Zelle reguliert. Normalerweise gestattet der Ionenkanal den Natriumionen in die Zelle einzufließen, während ein anderes Protein sie wieder aktiv hinauspumpt. Die zwiefältige Aktion des Ionenkanals und der Pumpe hält den Natriumpiegel in der Zelle innerhalb eines sehr begrenzten Bereichs.
Wenn die Anzahl der cGMP Moleküle aufgrund von Spaltung durch das Phosphodiesterase, vermindert wird, schließt der Ionenkanal und verursacht dadurch eine Verminderung der Konzentration von positiv geladenen Natriumionen in der Zelle. Dadurch wird der Ladungsausgleich an der Zellmembrane gestört, was schließlich die Übermittlung eines Stromimpulses über den optischen Nerv ins Gehirn verursacht. Wenn dieser Impuls vom Gehirn interpretiert wird resultiert das in Sehen. (Zitiert von Michael Behe, Darwin's Black Box, New York: Free Press, 1996, S. 18 ff.).
Dies jedoch ist in Wirklichkeit eine sehr gekürzte und vereinfachte Darstellung des Sehprozesses. Falls die Vorgänge sich auf diese Weise entwickelten, wären wir nie in der Lage zu sehen. Falls lediglich die obig erwähnten Reaktionen in der Zelle stattfänden, wäre der Vorrat an 11-cis-Retinal, cGMP, and Natriumionen sehr bald aufgebraucht. Es gibt viele Mechanismen, die die Zellen in ihren Originalzustand zurückführen würden.
Die obig beschriebenen Reaktionen sind weit davon entfernt, eine vollständige biochemische Erklärung des Sehvorgangs zu sein, sondern sind nur eine Zusammenfassung, doch selbst diese gekürzte Fassung vermittelt eine Idee, welch ein komplizierter und vollendeter Mechanismus dem Sehen zugrunde liegt, und sich daher niemals durch Evolution entwickeln können hätte.
73 Michael Denton, Nature's Destiny, S. 62, 69



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