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Die Harmonie zwischen Licht und
Atmosphäre
Vom Anfang dieses Kapitels an befassten wir uns
mit der Ausstrahlung der Sonne und erörterten,
wie diese speziell darauf abgestimmt ist, das
Leben zu fördern. In diesem Zusammenhang gibt
es noch einen anderen, sehr wichtigen Faktor,
den wir bisher noch nicht berührt haben: Diese
Strahlen müssen, um die Erdoberfläche zu erreichen,
die Atmosphäre durchdringen.
Das Sonnenlicht wäre von wenig Nutzen für uns,
wenn die Atmosphäre sie nicht durchließe. Doch
das tut sie; unsere Atmosphäre ist sogar speziell
dazu ausgestattet, die für uns nützlichen Strahlen
durchzulassen.
Das wirklich interessante Phänomen dabei ist,
dass die Atmosphäre nicht nur die nützlichen Sonnenstrahlen
durchlässt, sondern dass das Sonnenlicht die einzige
Strahlung ist, die sie durchlässt. Die Atmosphäre
lässt das, für das Leben notwendige sichtbare
Licht und nahe Infrarotstrahlen durch, während
sie andere, schädliche Strahlungsformen blockiert.
Das macht die Atmosphäre zu einen sehr wichtigen
Filter gegen kosmischen Strahlungen, welche die
Erde von der Sonne und von anderen Quellen im
Weltall erreichen würden. Denton erklärt dazu
folgendes:
Die Gase der Atmosphäre selbst absorbieren
unmittelbar elektromagnetische Strahlungen auf
beiden Seiten des sichtbaren und nahen infraroten
Lichts... Der einzige Bereich des gesamten Spektrums
elektromagnetischer Strahlung, von den Radiowellen
bis hin zu den Gammastrahlen, den die Atmosphäre
durchlässt, ist die äußerst schmale Bandbreite
die sichtbares und nahes Infrarotes Licht umfasst.
Praktisch können keine Gamma-, Röntgen-, ultravioletten
- und tief infraroten Strahlen sowie Mikrowellen
die Erdoberfläche erreichen.1
Es ist unmöglich die Raffinesse dieses Designs
zu ignorieren. Die Sonne strahlt nur einen 1025-ten
Teil des gesamten Bereichs aller möglichen elektromagnetischen
Strahlung aus, der sich ausgerechnet als nützlich
für uns erweist, und das ist genau die Strahlung,
welche die Atmosphäre passieren lässt! An dieser
Stelle erscheint es auch angebracht zu erwähnen,
dass fast alle der von der Sonne ausgestrahlten
nahe ultravioletten Strahlen durch die Ozonschicht
der Atmosphäre abgefangen werden.
Ein anderer Punkt, der die Sache noch interessanter
macht, ist, dass das Wasser, ebenso wie die Luft,
auch eine äußerst selektive Durchlässigkeit hat.
Die einzige Strahlung, die sich im Wasser ausbreiten
kann, ist die, im Bereich des sichtbaren Lichts.
Selbst die nahe Infrarotstrahlen, die die Atmosphäre
durchdringen (und die daher Wärme liefern), dringen
nur einige Millimeter tief ins Wasser ein. Aus
diesem Grund wird nur die Oberfläche der Weltmeere
einige Millimeter tief durch die Strahlung der
Sonne erwärmt. Diese Wärme wird stufenweise zu
tieferen Schichten weitergeleitet, und daher ist
die Temperatur nach einer bestimmten Tiefe in
allen Meeren der Erde ziemlich die gleiche. Das
schafft natürlich sehr günstige Umweltbedingungen
für das Leben im Meer.
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Sowohl
die Atmosphäre als auch das Wasser lassen
nur die diejenigen Strahlen passieren,
die für dem Leben zuträglich sind. Alle
Arten schädlicher und gefährlicher kosmischer
Strahlungen aus den Tiefen des Weltalls
werden durch diesen perfekt entworfenen
Filter abgefangen.
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Ein weiterer interessanter Punkt bezüglich des
Wassers ist, dass die verschiedenen Farben des
sichtbaren Lichts bis zu verschiedenen Tiefen
ins Wasser eindringen. Rotes Licht, z.B. kann
nicht weiter als bis zu einer Tiefe von 18 Meter
eindringen, wobei Gelb bis zu 100 Meter vordringt;
Grünes und blaues Licht dagegen kann eine Tiefe
von 240 Meter erreichen. Das ist ein äußerst bedeutender
Aspekt des Designs, da das Licht, das entscheidend
für die Photosynthese ist, im Blau- und Grünsektor
des Lichtspektrums liegt. Da das Wassers diesen
Farben des Lichtes erlaubt, tiefer vorzudringen,
als den anderen, können Pflanzen, die Photosynthese
vollziehen, bis zu einer Tiefe von 240 Meter im
Meer leben.
Alles das sind äußerst wichtige Tatsachen. Welches
physikalische Gesetz in Bezug auf das Licht wir
auch untersuchen, wir entdecken, dass alles genau
so eingerichtet ist, dass das Leben möglich ist.
Das bekannte Nachschlagewerk Encyclopedia Britannica
kommentiert über diese Gegebenheiten und akzeptiert,
wie ungewöhnlich all dies ist:
| Obwohl Wasser undurchlässig
für alle anderen Strahlungsformen ist,
lässt es sichtbares Licht bis zu beträchtlichen
Tiefen durchdringen, wodurch es den aquatischen
Pflanzen ermöglicht wird, die Photosynthese
zu vollziehen. Wenn das Wasser diese Eigenschaft
nicht besäße, wäre das, für das Leben
auf unserem Planeten notwendige, ökologische
Gleichgewicht nie zustande gekommen.
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Wenn man bedenkt, wie bedeutend das sichtbare
Licht für alle Aspekte des Lebens auf der Erde
ist, kann man sich kaum eines ehrfürchtigen Staunens
entwehren, über die dramatisch enge Lücke in der
atmosphärischen Strahlungsabsorption und im Absorptionsspektrum
des Wassers.2
Schlussfolgerung
Die materialistische Philosophie und der Darwinismus,
dessen Quelle erstere ist, behaupten, dass das
menschliche Leben zufällig im Universum auftrat,
als eine Art vollkommen unbeabsichtigter 'Unfall'.
Die Erkenntnisse, die durch den Fortschritt in
Wissenschaft und Forschung gewonnen wurden, zeigen
jedoch, dass dem Universum in jeder Einzelheit
ein Design zugrunde liegt, das auf die Verwirklichung
des menschlichen Lebens abzielt. Es ist solch
ein Design, in dem sich selbst Bestandteile, wie
das Licht, worüber man sich möglicherweise noch
nie Gedanken gemacht haben mag, so übertrieben
deutlich als 'genau passend' erweisen, dass man
nur staunen kann.
Ein dermaßen sorgfältig entworfenes Design als
'zufällig' erklären zu wollen ist absurd. Die
Tatsache, dass die gesamte Sonnenstrahlung lediglich
auf einen 1025-ten Teil des gesamten
elektromagnetischen Strahlungspektrums beschränkt
ist, die Tatsache, dass das, für das Leben notwendige
Licht sich genau innerhalb dieser schmalen Bandbreite
befindet, die Tatsache, dass die Atmosphäre jegliche
Strahlung anderer Wellenlängen blockiert doch
gerade eben jene passieren läßt, und dass auch
das Wasser schädliche Strahlungen abfiltert und
nur sichtbares Licht einfallen läßt, kann all
das wirklich eine Reihe von Zufällen sein? Solch
außergewöhnlich präzise Übereinstimmungen dieser
Art können nicht durch Zufall erklärt werden,
sondern können nur das Ergebnis eines willkürlich
entworfenen Designs sein, und das wiederum ist
ein Hinweis darauf, dass das gesamte Universum
mit all seinen Einzelheiten, einschließlich des
Sonnenlichts, das uns ermöglicht zu sehen und
das uns warm hält, speziell für uns erschaffen
und eingerichtet wurde.
Dieser Befund, den die Wissenschaft nun bestätigt
hat, ist eine Tatsache, die den Menschen bereits
vor 14 Jahrhunderten im Quran offenbart wurde.
Die Wissenschaft kam zu dem Ergebnis, dass das
Sonnenlicht für uns geschaffen wurde, in anderen
Worten, dass es uns 'dienstbar gemacht wurde.
Im Quran ist das so ausgedrückt:
Die Sonne und der Mond kreisen
wie berechnet. (Sure 55:5 - ar-Rahman)
Und an anderer Stelle heißt es:
Allah ist es, Der die Himmel
und Erde erschuf. Und Er sendet vom Himmel Wasser
nieder und lockt damit Früchte zu euerer Versorgung
hervor. Und Er hat euch die Schiffe dienstbar
gemacht, die auf Seinen Befehl das Meer durchpflügen.
Und Er machte euch die Flüsse dienstbar. Und
Er machte euch die Sonne und den Mond dienstbar,
beide in rastlosem Lauf. Und dienstbar machte
Er euch die Nacht und den Tag. Und Er gibt euch
etwas von allem, um das ihr Ihn bittet. Und
wenn ihr die Gnadenerweise Allahs aufzählen
wolltet, könntet ihr sie nicht berechnen. Der
Mensch ist wahrlich ungerecht und undankbar!
(Sure 14:32-34 - Ibrahim)
| ANMERKUNGEN |
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| 74
Michael Denton, Nature's Destiny, S. 55
75 Encyclopaedia Britannica, 1994, 15.
Aufl., Bd. 18, S. 203
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