DIE ORDNUNG AM FIRMAMENT

DIE ORDNUNG AM FIRMAMENT
WARUM GIBT ES SO RAUM?
ENTROPIE UND ORDNUNG
DAS SONNENSYSTEM
DER STANDORT DER ERDE

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)

ENTROPIE UND ORDNUNG


Ein im Freien abgestelltes und verlassenes Auto verrostet und verrottet. Alles im Universum unterliegt der Entropie. Das entsprechende Naturgesetz besagt, dass alles, wenn es sich selbst überlassen bleibt, im Lauf der Zeit an Stabilität und Ordnung verliert.
Um das Konzept der Ordnung im Universum zu verstehen, müssen wir zuerst den zweiten Lehrsatz der Thermodynamik betrachten, der eines der universellen Naturgesetze ist.

Dieses Gesetz besagt, dass organisierte Systeme, wenn sie sich selbst überlassen werden, im Verlauf der Zeit an Beständigkeit und Organisation verlieren. Dieses Gesetz ist auch als das Gesetz der Entropie bekannt. In der Physik bedeutet Entropie die Menge der Unordnung, die in einem System vorhanden ist. Der Übergang eines Systems von einem stabilen Zustand in einen unbeständigen ist das Gleiche, wie eine Zunahme in seiner Entropie. Die Unbeständigkeit steht in direktem Verhältnis zur Entropie dieses Systems.

Das ist Allgemeinwissen und viele Beispiele davon kann man im Alltagsleben beobachten. Wenn man sein Auto irgendwo im Freien ein Jahr oder selbst nur ein paar Monate lang abstellen würde, könnte man kaum erwarten, wenn man zurückkommt, es in gleich gutem Zustand vorzufinden, wie den, in dem man es zurück ließ. Man würde wahrscheinlich platte Reifen, gebrochene Fenster, verrostete Teile der Karosserie und des Motors usw. feststellen. Ebenso, wenn man nur ein paar Tage die Pflege eines Hauses vernachlässigt, wird man sofort sehen wie sich der Staub ansammelt und Unordnung verbreitet je mehr Zeit verstreicht. Das ist eine Art Entropie; dem kann jedoch Abhilfe geschaffen werden, indem man sauber macht, die Dinge, die herumliegen, aufräumt und den Abfall beseitigt.

Der zweite Lehrsatz der Thermodynamik wird weithin als gültig und aktiv akzeptiert. Einstein, der größte Wissenschaftler unserer Zeit sagte, dass dieses Gesetz das "vorrangigste Gesetz aller Wissenschaft" sei. Der amerikanische Wissenschaftler Jeremy Rifkin bemerkt in seinem Buch Entropy: A New World View [Entropie: Eine neue Perspektive der Welt]:

Das Gesetz der Entropie wird als das leitende Paradigma über die nächste Geschichtsepoche vorherrschen. Albert Einstein sagte dass es das vorrangigste Gesetz aller Wissenschaft sei: Sir Arthur Eddington bezog sich darauf als das höchste metaphysische Gesetz des gesamten Kosmos. 1

Es möge von Interesse sein zu bemerken, dass das Gesetz der Entropie selbst viele der Postulate des Materialismus von Vornherein ungültig macht. Denn, wenn es ein bestimmtes Design und eine Ordnung im Universum gibt, so besagt das Gesetz, dass diese Situation im Lauf der Zeit, durch das Universum selbst abgeschafft werden wird. Von dieser Beobachtung lassen sich zwei Schlüsse ziehen:

1) Sich selbst überlassen kann das Universum nicht in Ewigkeit existieren. Das zweite Gesetz besagt, dass ohne äußerlichen Eingriff irgend einer Art, wird sich die Entropie letzten Endes steigern und im ganzen Universum verbreiten, bis ein vollständig homogener Zustand erreicht ist.

2) Die Behauptung, dass die Ordnung, die wir beobachten, nicht das Ergebnis eines äußerlichen Eingriffs sei, ist ebenfalls ungültig. Unmittelbar nach dem Urknall war das Universum in genau solch einem vollständig ungeordneten Zustand als er vorherrschen würde, wenn Entropie ihr Höchstmaß erreicht hätte. Dass sich das jedoch geändert hat, kann man deutlich sehen, wenn man sich umsieht. Diese Veränderungen fanden statt in scheinbarem Widerspruch zu einem der grundsätzlichen Naturgesetze - dem Gesetzes der Entropie. Diese Veränderungen kann in absolut keiner anderen Weise erklärt werden, als dass eine Art übernatürliche Schöpfung angenommen wird.


Jede Galaxie im Universum ist ein Beweis der organisierten Struktur, die überall vorherrscht. Diese phantastischen Systeme, die durchschnittlich je 300 Milliarden Sterne enthalten, sind ein gewaltiges Schauspiel von Gleichgewicht und Harmonie.

Ein Beispiel mag diesen zweiten Punkt verdeutlichen. Man stelle sich das Universum als eine riesige Höhle vor, die mit einem Gemenge von Wasser, Steinen und Lehm angefüllt ist. Wir belassen diese Höhle einige Milliarden Jahre lang bei sich selbst und kommen dann zurück um zu sehen, was aus ihr wurde. Bei unserer Rückkehr würden wir feststellen, dass einige der Steine kleiner geworden waren, einige verschwunden waren, die Erdschicht höher geworden war mit mehr Lehm usw. Die Dinge sind in größerer Unordnung, was natürlich ist - gerade so wie wir es erwartet haben mögen. Wenn man Milliarden Jahre später die Steine in fein gehauene Statuen vorfände, würde man bestimmt zu dem Schluss kommen, dass solch eine Ordnung nicht durch Naturgesetze wegerklärt werden kann. Die einzige rationale Erklärung dafür ist, dass "ein bewusster Intellekt" diese Dinge zustande gebracht haben muss.

Die Ordnung in diesem Universum ist daher der schlagendste Beweis für die Existenz einer bewussten übergeordneten Intelligenz. Der deutsche Physiker und Nobelpreisträger Max Planck erklärt die Ordnung im Universum folgendermaßen:

Wir können zusammenfassend sagen, dass, entsprechend allem, was die positiven Wissenschaften uns über den immensen Bereich der Natur lehren, in dem unser kleiner Planet nur eine unbedeutende Rolle spielt, in allen Ereignissen, eine bestimmte Ordnung vorherrscht - eine, die vom menschlichen Geist unabhängig ist. Doch, soweit wir in der Lage sind, dies mit unseren Sinnen zu bestätigen, kann diese Ordnung im Sinn einer zweckdienlichen Aktivität formuliert werden. Es liegt Beweis einer intelligenten Ordnung des Universums vor. 2

Paul Davies erklärt den Triumph dieses wunderbaren Gleich-gewichts und dieser Harmonie über den Materialismus folgendermaßen:


DER PHYSIKER UND NOBELPREISTRÄGER MAX PLANCK:
"Im Universum herrscht eine bestimmte Ordnung vor. Diese Ordnung kann im Sinn einer zweckdienlichen Aktivität formuliert werden."
Wohin wir unseren Blick auch richten im Universum, von den weit verstreuten Galaxien bis zu den tiefsten Ebenen des Atoms, treffen wir auf Ordnung... Im Mittelpunkt der Idee eines sehr spezialisierten, geordneten Universums steht das Konzept der Information. Ein höchst strukturiertes System zu beschreiben, das eine große Menge von organisierter Aktivität aufweist, erfordert eine Menge von Information. Daher kann man auch sagen, dass es sehr viel Information enthält.

Das wiederum stellt uns vor eine wichtige Frage. Wenn Information und Ordnung mit einer natürlichen Neigung behaftet sind, sich aufzulösen, woher kam dann ursprünglich all die Information, welche die Welt zu solch einem speziellen Ort macht? Das Universum ist wie ein Uhrwerk, das langsam abläuft. Wie wurde es dann erstmals aufgezogen? 3

Einstein bezieht sich auf diese Ordnung als ein unerwartetes Ereignis, und sagt auch, dass es als ein Wunder angesehen werden sollte:

A priori sollte man erwarten, dass sich die Welt nur in dem Ausmaß gesetzmäßig verhalten würde in dem wir mit unserer ordnenden Intelligenz eingreifen... Stattdessen jedoch finden wir in der objektiven Welt einen hohen Grad von Ordnung, die wir von vornherein in keiner Weise berechtigt sind zu erwarten. Das ist das 'Wunder', das sich mehr und mehr bestätigt mit der Weiterentwicklung unseres Wissens. 4

Kurz gesagt, die Ordnung im Universum setzt ein tiefes und ausgedehntes Verständnis und Wissen voraus. Es ist von Allah geplant und organisiert, und wird durch Ihn erhalten.

Allah offenbart im Quran, wie die Himmel und die Erde durch seine Allmacht erhalten werden:

Gewiss erfasst Allah die Himmel und die Erde, damit sie nicht entweichen. Und würden sie entweichen, so gäbe es niemanden außer Ihm, der sie halten könnte. Gewiss ist Er voller Güte und stets bereit zu vergeben (Sure 35:41 - al-Fatir)

Die göttliche Ordnung in diesem Universum entblößt die Lächerlichkeit des materialistischen "Glaubens" an ein Universum, das eine Masse von unkontrollierter Materie ist. Dies ist auch in einem anderen Vers offenbart:

Und hätte sich die Realität nach ihren Begierden gerichtet, so wären gewiss die Himmel und die Erde und alle die sie enthalten, der Korruption und dem Chaos anheimgefallen… (Sure 23:71 - al-Mu'minun)

ANMERKUNGEN
1 Jeremy Rifkin, Entropy: A New World View, New York, Viking Press, 1980, S. 6
2 Max Planck, Mai 1937 Vortrag, zitiert in A. Barth, The Creation (1968), S. 144.
3 Paul Davies, The Accidental Universe, (1982) Cambridge: Cambridge University Press. Vorwort
4 Albert Einstein, Letters to Maurice Solovine, 1956, S. 114 f.

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