DER RHYTHMUS DER ATOME

DER RHYTHMUS DER ATOME
EIN KLEINERES ALCHEMIE LABORATORIUM: DIE SONNE
PROTONEN UND ELEKTRONEN

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)

PROTONEN UND ELEKTRONEN

Bisher haben wir uns mit den Kräften befasst, die einen Einfluss auf den Atomkern haben. Es gibt noch einen weiteren bedeutenden Gleichgewichtszustand im Atom, den wir berücksichtigen müssen - das Gleichgewicht zwischen seinem Kern und den Elektronen.

Einfach ausgedrückt, die Elektronen umkreisen den Atomkern. Der Grund dafür ist eine elektrische Ladung. Elektronen sind negativ geladen und Protonen positiv. Gegensätzliche Ladungen ziehen sich gegenseitig an, und so werden die Elektronen des Atoms vom Atomkern angezogen. Doch die Elektronen bewegen sich auch mit einer enormen Geschwindigkeit, welche sie unter normalen Bedingungen vom Atomkern wegschleudern würde. Diese beiden Kräfte (Anziehung und Wegbewegung) sind so ausbalanciert, dass die Elektronen sich kreisförmig um den Atomkern bewegen.


Sowohl Masse als auch Volumen eines Protons sind unvergleichlich größer als die eines Elektrons, doch sonderbarerweise haben diese beiden Teilchen zwar entgegengesetzte, doch gleich starke elektrische Ladungen. Aus diesem Grund sind Atome elektrisch neutral.
Atome sind auch im Gleichgewicht in Bezug auf ihre elektrischen Ladungen; die Anzahl der umkreisenden Elektronen ist die gleiche wie die der Protonen im Atomkern. (Sauerstoff z.B., hat acht Protonen und acht Elektronen.) Auf diese Weise ist die elektrische Energie des Atoms ausgeglichen und es ist elektrisch neutral.

All das ist chemisches Grundwissen. Es gibt hier jedoch einen Punkt in diesem scheinbar einfachen Aufbau, der von vielen übersehen wird. Ein Protonen ist viel größer als ein Elektron, sowohl in Bezug auf Größe als auch auf Gewicht. Wenn ein Elektron die Größe einer Haselnuss hätte, wäre ein Proton entsprechend so groß wie ein Mensch. Gestaltsmäßig sind sie sehr ungleich.

Doch ihre jeweilige elektrische Ladung ist quantitativ gleich!

Obwohl sie gegensätzlich elektrisch geladen sind (negative Elektronen, positive Protonen), sind die Ladungen gleich groß. Es gibt keinen selbstverständlichen Grund, warum das so sein sollte. Man sollte meinen (und das wäre "logisch"), dass ein Elektron eine viel kleinere Ladung tragen würde, da es ja so viel kleiner ist.

Was würde jedoch passieren, wenn dem so wäre?

Das Ergebnis wäre, dass jedes Atom im Universum positiv geladen wäre, anstatt elektrisch neutral zu sein. Und da gleiche Ladungen sich gegenseitig abstoßen, würde jedes Atom im Universum versuchen jede andere abzustoßen. Materie, wie wir sie kennen, könnte nicht existieren.

Was würde passieren, wenn dies plötzlich zuträfe? Was würde passieren, wenn jedes Atom anfinge, jedes andere abzustoßen?

Es würden sich ganz außergewöhnliche Dinge abspielen. Wir wollen damit beginnen, welche Veränderungen in unserem Körper auftreten würden. In dem Augenblick, in dem diese Veränderungen einträte, würden sich die Hand und die Arme, mit denen Sie dieses Buch halten mit einem Mal zerschmettern und verstreuen. Und nicht nur Ihre Hand und Arme, sondern der ganze Körper, Ihre Beine, Ihre Augen, Ihre Zähne - jeder Teil Ihres Körpers würde im Bruchteil einer Sekunde explodieren.

Der Raum in dem Sie sitzen und die ganze Welt, die Sie umgibt, würden in einem Augenblick explodieren. All die Meere und Berge, die Planeten des Sonnensystems und all die Sterne und Galaxien im Universum würden in atomarem Staub zerstieben und es gäbe niemals wieder irgend etwas zu beobachten im Universum. Der Kosmos würde eine Masse von ungeordneten Atomen werden, die sich gegeneinander umherstießen.

Um wie vieles müsste sich die Größe der elektrischen Ladungen der Protonen und Elektronen von ihren tatsächlichen Werten unterscheiden, um diese schrecklichen Dinge zu verursachen? Ein Prozent? Ein Zehntel Prozent? George Greenstein behandelt diese Frage in seinem Buch The Symbiotic Universe [Das symbiotische Universum]:

Kleine Dinge, wie Steine, Menschen und dergleichen würden auseinander fliegen, wenn diese beiden Ladungen auch nur um so wenig, wie ein hundert Milliardstel (10-11) von ihren jeweiligen Werten abweichen würden. Größere Strukturen, wie etwa die Erde und die Sonne erfordern für ihr Bestehen ein noch weitaus vollständigeres Gleichgewicht, nämlich eine Genauigkeit von einem Trillionstel (10-18).1

Hier ist noch ein weiteres fein abgestimmtes Gleichgewicht, das beweist, dass das Universum willkürlich geplant und für ein bestimmten Zweck erschaffen worden war. Wie John D. Barrow und Frank J. Tipler in ihrem Buch The Anthropic Cosmological Principle [Das anthropische Prinzip im Kosmos] betonen, "es ist, ein großartiges Design im Universum vorhanden, das die Entwicklung von intelligentem Leben fördert." 2

Selbstverständlich beweist jedes Design das Vorhandensein eines bewussten "Designers". Dieser ist einzig und allein Allah, "der Herr aller Welten", der, wie im Quran beschrieben, ausschließlich die Macht hat, das Universum aus dem Nichts erschaffen, und so geplant und gestaltet zu haben, wie es Ihm beliebte. Der Quran erklärt: "...der Himmel, den Er erbaute, und Er erhöhte sein Gewölbe und vollendete ihn." (Sure 79:27,28 - an-Nazi'at)

Aufgrund der außergewöhnlichen Gleichgewichtszustände, die wir in diesem Kapitel erörtert haben, ist die Materie in einem stabilen Zustand gehalten, und diese Stabilität ist ein Beweis der Vollkommenheit der Schöpfung Allahs, wie es im Quran offenbart wurde:

Und unter Seinen Zeichen ist es, dass Himmel und Erde auf Sein Geheiß hin stabil errichtet stehen... (Sure 30:25 - ar-Rum)

ANMERKUNGEN
1 George Greenstein, The Symbiotic Universe, S. 64 f.
2 W. Press, "A Place for Teleology?", Nature, Bd. 320, 1986, S. 315
 

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