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Die Zweckdienlichkeit des Wassers
Der Biochemiker A. E. Needham, erörtert in seinem
Buch des Titels The Uniqueness of Biological Materials
[Die Einzigartigkeit der biologischen Materialien],
wie notwendig das Vorhandensein der Flüssigkeiten
für das Zustandekommen des Lebens ist. Wenn die
Gesetze des Universums nur feste und gasförmige
Zustände der Materie erlaubt hätten, wäre das
Leben niemals zustande gekommen. Der Grund dafür
ist, dass die Atome in den Feststoffen zu dicht
zusammengepackt und zu statisch sind, um die dynamischen,
molekularen Prozesse zuzulassen die für die Lebensvorgänge
erforderlich sind. In den Gasen dagegen bewegen
sich die Atome ohne jegliche Einschränkung und
Ordnung, und es wäre daher unmöglich für die komplexen
Mechanismen lebender Organismen innerhalb solch
einer Struktur zu funktionieren.
Kurz gesagt, das Vorhandensein einer flüssigen
Umgebung ist unbedingt notwendig für die Abwicklung
der Lebensvorgänge. Die bestgeeignete - oder besser
gesagt, die einzig ideale Flüssigkeit für diesen
Zweck ist das Wasser.
Die, für das Leben außergewöhnlich begünstigenden
Eigenschaften des Wassers hatten seit langer Zeit
die Aufmerksamkeit der Wissen-schaftler angezogen.
Der erste Versuch, diesen Themenkreis ausführlich
zu untersuchen, wurde von dem englischen Naturwissenschaftler
William Whewell in seinem Buch Astronomy and General
Physics Considered with Reference to Natural Theology
[Astronomie und allgemeine Physik in Hinblick
auf natürliche Theologie] gemacht, das im Jahr
1832 veröffentlicht wurde. Whewell untersuchte
die thermalen Eigenschaften des Wassers und entdeckte,
dass einige davon den allgemein anerkannten Prinzipien
der Naturgesetze zu widersprechen schienen. Daraus
folgerte er, dass diese Ungesetzlichkeiten als
ein Beweis dafür angesehen werden sollten, dass
diese Substanz speziell zur Ermöglichung des Lebens
erschaffen worden war.
Die umfangreichste Studie über die Eignung des
Wassers als Medium für das Leben wurde etwa hundert
Jahre nach Whewells Buch von Lawrence Henderson,
einem Dozenten in der Biochemie Fakultät der Harvard
Universität unternommen. In seinem Buch des Titels
The Fitness of the Enviroment [Die Zweckdienlichkeit
der Umwelt], das später von einigen als 'das wichtigste
wissenschaftliche Werk des ersten Quartals des
20. Jahrhunderts' bezeichnet wurde, kommt Henderson
zu der folgenden Schlußfolgerung bezüglich der
natürlichen Umweltbedingungen dieser Welt:
Die Eignung ...(dieser Verbindungen erweist
sich) als einer Reihe von einzigartigen Maximen,
oder nahezu einzigartigen Eigenschaften des
Wassers, des Kohlendioxids, der Kohlenstoff-,
Wasserstoff- und Sauerstoffverbin-dungen und
des Meers, von solch einer Vielzahl, Vielfalt
und Vollkommenheit in all den betreffenden Faktoren,
dass sie zusammen mit Bestimmtheit die größtmögliche
Zweckmäßigkeit darstellen.1
| ANMERKUNGEN |
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| 1
Lawrence Henderson, The Fitness of the
Environment, Boston: Beacon Press, 1958,
Vorwort. |
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