DAS DESIGN IM WASSER

Das Design im Wasser
Die Zweckdienlichkeit des Wassers
Die außergewöhnlichen thermalen Eigenschaften des Wassers
Die Bedeutung der sich nach unten entwickelnden Oberflächen-Eisbildung
Abkühlung durch Schwitzen
Eine temperierte Welt
Die hohe Oberflächenspannung
Die chemischen Eigenschaften des Wassers
Die ideale Viskosität des Wassers

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)


Die Zweckdienlichkeit des Wassers

Der Biochemiker A. E. Needham, erörtert in seinem Buch des Titels The Uniqueness of Biological Materials [Die Einzigartigkeit der biologischen Materialien], wie notwendig das Vorhandensein der Flüssigkeiten für das Zustandekommen des Lebens ist. Wenn die Gesetze des Universums nur feste und gasförmige Zustände der Materie erlaubt hätten, wäre das Leben niemals zustande gekommen. Der Grund dafür ist, dass die Atome in den Feststoffen zu dicht zusammengepackt und zu statisch sind, um die dynamischen, molekularen Prozesse zuzulassen die für die Lebensvorgänge erforderlich sind. In den Gasen dagegen bewegen sich die Atome ohne jegliche Einschränkung und Ordnung, und es wäre daher unmöglich für die komplexen Mechanismen lebender Organismen innerhalb solch einer Struktur zu funktionieren.

Kurz gesagt, das Vorhandensein einer flüssigen Umgebung ist unbedingt notwendig für die Abwicklung der Lebensvorgänge. Die bestgeeignete - oder besser gesagt, die einzig ideale Flüssigkeit für diesen Zweck ist das Wasser.

Die, für das Leben außergewöhnlich begünstigenden Eigenschaften des Wassers hatten seit langer Zeit die Aufmerksamkeit der Wissen-schaftler angezogen. Der erste Versuch, diesen Themenkreis ausführlich zu untersuchen, wurde von dem englischen Naturwissenschaftler William Whewell in seinem Buch Astronomy and General Physics Considered with Reference to Natural Theology [Astronomie und allgemeine Physik in Hinblick auf natürliche Theologie] gemacht, das im Jahr 1832 veröffentlicht wurde. Whewell untersuchte die thermalen Eigenschaften des Wassers und entdeckte, dass einige davon den allgemein anerkannten Prinzipien der Naturgesetze zu widersprechen schienen. Daraus folgerte er, dass diese Ungesetzlichkeiten als ein Beweis dafür angesehen werden sollten, dass diese Substanz speziell zur Ermöglichung des Lebens erschaffen worden war.

Die umfangreichste Studie über die Eignung des Wassers als Medium für das Leben wurde etwa hundert Jahre nach Whewells Buch von Lawrence Henderson, einem Dozenten in der Biochemie Fakultät der Harvard Universität unternommen. In seinem Buch des Titels The Fitness of the Enviroment [Die Zweckdienlichkeit der Umwelt], das später von einigen als 'das wichtigste wissenschaftliche Werk des ersten Quartals des 20. Jahrhunderts' bezeichnet wurde, kommt Henderson zu der folgenden Schlußfolgerung bezüglich der natürlichen Umweltbedingungen dieser Welt:

Die Eignung ...(dieser Verbindungen erweist sich) als einer Reihe von einzigartigen Maximen, oder nahezu einzigartigen Eigenschaften des Wassers, des Kohlendioxids, der Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffverbin-dungen und des Meers, von solch einer Vielzahl, Vielfalt und Vollkommenheit in all den betreffenden Faktoren, dass sie zusammen mit Bestimmtheit die größtmögliche Zweckmäßigkeit darstellen.1

ANMERKUNGEN
1 Lawrence Henderson, The Fitness of the Environment, Boston: Beacon Press, 1958, Vorwort.

© 2003. HARUN YAHYA
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