DAS DESIGN IM WASSER

Das Design im Wasser
Die Zweckdienlichkeit des Wassers
Die außergewöhnlichen thermalen Eigenschaften des Wassers
Die Bedeutung der sich nach unten entwickelnden Oberflächen-Eisbildung
Abkühlung durch Schwitzen
Eine temperierte Welt
Die hohe Oberflächenspannung
Die chemischen Eigenschaften des Wassers
Die ideale Viskosität des Wassers

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)


Die außergewöhnlichen thermalen Eigenschaften des Wassers

Eines der in Hendersons Buch von behandelten Themen, sind die Wärmeeigenschaften des Wassers. Henderson bemerkt, dass die thermalen Eigenschaften des Wassers in fünf verschiedenen Aspekten sehr ungewöhnlich sind.

1) Alle bekannten Feststoffe ziehen sich bei sinkender Temperatur zusammen. Das gilt ebenso für alle Flüssigkeiten: mit sinkender Temperatur verringert sich ihr Volumen. Wenn das Volumen verringert wird, vergrößert sich die Dichte, wodurch die kälteren Teile der Flüssigkeit schwerer werden. Deswegen haben alle Substanzen in festem Zustand ein größeres spezifisches Gewicht als in flüssigem Zustand. In einem Fall jedoch 'wird dieses Gesetz gebrochen': im Fall des Wassers. Wie alle anderen Flüssigkeiten verringert sich das Volumen des Wassers beim Abkühlen, doch tut es das nur bis zu einer bestimmten Temperatur (+4°C); danach beginnt es, im Gegensatz zu allen bekannten Flüssigkeiten, sich plötzlich auszudehnen, und wenn es schließlich in den festen Zustand übergeht, d.h. gefriert, dehnt es sich noch mehr aus. Als Ergebnis dessen ist 'festes Wasser', d.h. Eis, leichter als 'flüssiges Wasser'. Entsprechend der 'normalen' Gesetze der Physik sollte Eis schwerer sein als flüssiges Wasser und zum Grund sinken, doch statt dessen schwimmt es an der Wasseroberfläche.

2) Wenn das Eis schmelzt oder Wasser verdunstet, nimmt es Wärme von der Umgebung auf. Im entgegengesetzten Vorgang dieser Übergänge, d.h. Wenn Wasser gefriert oder Wasserdampf kondensiert, wird Wärme an die Umgebung abgegeben. In der Physik wird der Begriff 'latente Wärme' verwandt um dies zu beschreiben.1 Alle Flüssigkeiten haben eine bestimmte latente Wärme, doch die des Wassers gehört mit zu den höchsten. Im Bereich der 'normalen' Temperaturen hat nur Ammoniak eine höhere latente Erstarrungs-wärme als das Wasser, wohingegen sich keine andere Flüssigkeit mit dem Wasser in Bezug auf latente Verdampfungswärme messen kann.

3) Die 'Thermalkapazität' des Wassers, d.h. die Wärmemenge, die notwendig ist, um die Temperatur einer bestimmten Masse einer Substanz um ein Grad zu erhöhen, ist größer als die der meisten anderen bekannten Flüssigkeiten.

4) Die Wärmeleitfähigkeit des Wassers, ist mindestens vier mal so hoch, wie die irgendeiner anderen Flüssigkeit.

5) Die Wärmeleitfähigkeit des Eises und Schnees dagegen ist sehr gering.

Man mag sich mittlerweile fragen, welche Bedeutung diese fünf, scheinbar technischen physikalischen Eigenheiten wohl haben mögen? Wie sich herausstellt ist jede einzelne von ihnen von kolossaler Bedeutung, denn das Leben auf der Erde, und insbesondere unsere eigene Existenz ist nur aufgrund eben dieser fünf ungewöhnlichen Eigenschaften möglich.

Wir wollen sie nun im einzelnen betrachten.

ANMERKUNGEN
1 Die latente Wärme ist nicht die Wärme, welche die Temperatur des Wassers ändert, sondern diejenige Wärme, welche ihm ermöglicht vom festen in den flüssigen oder vom flüssigen in den gasförmigen Zustand überzugehen. Wenn man dem Eis Wärme zuführt, um es zu schmelzen, erreicht es eine Temperatur von 0°C, und dann findet keine weitere Temperaturerhöhung statt, selbst wenn man fortfährt, ihm Wärme zuzuführen, doch es wird nicht länger Eis bleiben, sondern schmelzen und zu Wasser werden. Diese Wärme, die benötigt wird, um den festen Zustand in den flüssigen zu überführen, ohne eine Temperaturänderung herbeizuführen, ist die 'latente' Wärme.

© 2003. HARUN YAHYA
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