DAS DESIGN IM WASSER

Das Design im Wasser
Die Zweckdienlichkeit des Wassers
Die außergewöhnlichen thermalen Eigenschaften des Wassers
Die Bedeutung der sich nach unten entwickelnden Oberflächen-Eisbildung
Abkühlung durch Schwitzen
Eine temperierte Welt
Die hohe Oberflächenspannung
Die chemischen Eigenschaften des Wassers
Die ideale Viskosität des Wassers

"Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde..." (Sure 42:11 – asch-Schura)


Eine temperierte Welt

Die fünf verschiedenen Eigenschaften des Wassers, die Henderson in seinem Buch The Fitness of the Environment [Die Zweckdienlichkeit der Umwelt] aufführt, spielen zudem eine entscheidende Rolle in der Schaffung und Aufrechterhaltung eines milden und gemäßigten Klimas auf der Erde.

Die relativ zu anderen Flüssigkeiten große latente Wärme und Thermalkapazität des Wassers sind der Grund dafür, dass die Wasserkörper sich langsamer erwärmen und abkühlen als das Festland. Auf dem Festland kann der Temperaturunterschied zwischen den wärmsten und kältesten Orten bis zu 140°C betragen, wobei der Unterschied in den Meeren höchstens 15 bis 20°C beträgt. Die gleiche Situation finden wir auch beim Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperaturen. In trockenen, wasserarmen Gebieten kann der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht 20 bis 30°C ausmachen, während er in den Meeren nie mehr als ein paar Grade ist. Das trifft nicht nur auf die Meere zu, sondern auch der, in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampf stellt einen maßgeblichen Ausgleichsfaktor dar. Ein Effekt davon ist, dass in Wüstengebieten, wo wenig Wasserverdunstung auftritt, ein extremes Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht besteht, während der Unterschied an den Orten mit Meeresklima wesentlich geringer ist.


Die große Wassermenge in den Gewässern des Planeten ermöglicht einen stetigen Temperaturausgleich auf der Erde. Aus diesem Grund sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in nahe am Meer liegenden Gebieten, insbesondere in Küstengegenden, sehr niedrig; in weit vom Meer abgelegenen Wüstengegenden, kann das Temperaturgefälle von Tag und Nacht bis zu 40°C betragen.

Dank dieser einzigartigen Thermaleigenschaften des Wassers liegen die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter oder zwischen Tag und Nacht immer innerhalb solcher Grenzen, dass das Überleben des Menschen und der anderen Lebewesen nicht bedroht ist. Wäre der Wasseranteil der Erdoberfläche geringer als der des trockenen Landes, dann wären auch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht wesentlich größer, und weite Landgebiete wären zu Wüsten geworden; das Leben wäre unmöglich, oder zumindest weitaus schwieriger. Ebenso wäre der Planet ungeeignet für das Leben gewesen., wenn die thermalen Eigenschaften des Wassers anders gewesen wären als sie es sind.

Nachdem er alle diese thermalen Eigenschaften des Wassers untersucht hatte, kam Henderson zu folgendem Schluss:

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Eigenschaft des Wassers von dreierlei Bedeutung zu sein scheint: Erstens bewerkstelligt sie eine gewaltige Angleichung und Mäßigung der Temperatur der Erde. Zweitens ermöglicht sie eine sehr wirksame Wärmeregulierung des Körpers in lebenden Organismen. Drittens begünstigt sie den meteorologischen Zyklus. Alle diese Auswirkungen stellen wahre Maximen dar, denn keine andere Substanz kann sich in dieser Hinsicht mit dem Wasser messen. 1

ANMERKUNGEN
79 Lawrence Henderson, The Fitness of the Environment, Boston: Beacon Press, 1958, S. 105

© 2003. HARUN YAHYA
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